SB DJK Rosenheim - SE Freising 1:2

Später K.O. für den Sportbund

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An fast allen Offensivaktionen des SBR beteiligt - der Torschütze zum 1:0 Max Höhensteiger (vorne) und sein Wegbereiter Leon Volz (hinten).

Rosenheim - Das Spiel zwischen dem SB Rosenheim und dem SE Freising am Freitagabend hatte eigentlich keinen Sieger verdient. Beide Mannschaften agierten sicher nicht auf der Höhe ihres eigentlichen Leistungsvermögens. Zu sehen gab es so einen eher zähen Kick. Aber immerhin zwei sehenswerte Tore, zwei ausgelassene Riesenmöglichkeiten und einen Last-Minute-Treffer.

vom Sportbund-Campus berichtet Christian Schulz

In einer an Höhepunkten armen ersten Hälfte konnte sich keine der beiden Mannschaften einen entscheidenden Vorteil erspielen. Für die Freisinger geht nach oben wie nach unten gar nichts mehr – und das merkte man ihnen auch an, wie schon in der Vorwoche zuhause gegen Töging. Doch auch die Rosenheimer, die mittlerweile auf Platz sechs einen doch komfortablen Abstand zwischen sich und die gefährlichen Tabellenregionen gebracht haben, zeigten sich nicht wesentlich agiler.

Wenig Höhepunkte, viel Mittelfeldgeplänkel

So entwickelte sich ein recht zerfahrenes, wenig ansehnliches Spiel, in dem beide Teams nicht wirklich zu ihrer Linie fanden. Man konnte sich des Eindrucks nicht erwehren, dass beide Mannschaften mit einer Punkteteilung würden ganz gut leben können. Die meiste Zeit über spielte sich das Geschehen im Mittelfeld ab und Abspielfehler auf beiden Seiten reihten sich an viele kleine Foulspiele, welche das Match immer wieder unterbrachen.

Service:

In der 20. Minute dann doch einmal ein Highlight: Rosenheims Leon Volz kam auf halbrechts an den Ball und zog mit seiner unnachahmlichen Dynamik ins Zentrum. Mit nur noch zwei Abwehrspielern vor sich legte er maßgenau halblinks in den Sechzehner zu Maximilian Höhensteiger. Dieser schob den Ball mit einer Grätsche unter Freisings herausstürzendem Keeper Dominik Schlerf hindurch ins Tor.

Zwei schöne Treffer, die sich gleichen

Nur kurze Zeit später fast eine Kopie dieser Szene – nur auf der gegenüberliegenden Seite. Die Vorlage hierzu kam diesmal allerdings von den Gastgebern. Ein nach einem Ausrutscher verunglückter langer Ball aus der Abwehr bei komplett in der Vorwärtsbewegung befindlicher Rosenheimer Mannschaft landete bei Freisings Andreas Hohlenburger in der Spielfeldmitte und schuf eine Überzahlsituation für die Gäste. Diese spielten sie genauso clever aus, wie vorher der SBR. Hohlenburger bediente Alpay Özgül im Strafraum und dieser hatte keine Mühe, den Ausgleich zu erzielen (23.).

Auch der dritte Höhepunkt wäre fast sofort ein Tor gewesen – beziehungsweise hätte es sein müssen! Sahin Karayün ging auf dem linken Flügel durch und brachte eine gefährliche Flanke nach innen. Auf der gegenüberliegenden Strafraumseite kam Volz ans Leder. Dieser setzte sich im Zweikampf geschickt durch und gab uneigennützig über zwei Meter quer zum Schützen des 1:0 Max Höhensteiger. Doch dieser schaffte es aus fünf Metern Torentfernung die Kugel in Rückenlage weit über das Tor zu jagen (36.). Eine Hundertprozentige für den Sportbund!

Max Höhensteiger hat zweimal die Führung auf dem Fuß

In Halbzeit Zwei ließ das Spiel weiter nach. Nun kam wirklich kaum noch konstruktives Offensivspiel zustande. Von keiner von beiden Mannschaften. Technisch war das teilweise ganz gefällig, aber eben ohne den Drive, den eine brisantere Begegnung mit sich gebracht hätte. Der Eindruck aus den ersten 20 Minuten schien nicht zu täuschen. Hier waren beide unausgesprochen mit einem Punkt zufrieden und so nahm das Spiel eine dementsprechende Eigendynamik an: Keiner ging großes Risiko. Die Gäste ob des blamablen Heimauftritts in der Vorwoche, die Gastgeber, weil ihnen ein Punkt mehr auch nicht schlecht zu Gesicht gestanden wäre.

Erst gegen Ende des Spiels wurde der Sportbund nochmal etwas aktiver. Fast hätte sich dies auch noch bezahlt gemacht: Eine Viertelstunde vor Ende der Partie kam nämlich bei einem gelungenen Vorstoß der Ball zum eingewechselten Fatih Eminoglu im Sechzehner. Der spielte überlegt quer ans lange Fünfereck - und wieder war es Max Höhensteiger der hätte zum Matchwinner avancieren können. Doch diesmal stolperte er etwas unglücklich und rutschte völlig freistehend am Ball vorbei.

Last-Minute-Treffer entscheidet die Partie

Als alle bereits mit einem unaufgeregten Unentschieden rechneten, fiel doch noch eine Entscheidung. Aus dem Nichts. Bei einem der der wenigen Angriffe der Freisinger tauchte in der Nachspielzeit urplötzlich David Diranko etwa 20 Meter zentral vor dem Tor der Gastgeber auf, zog sofort ab - und knallte das Leder tatsächlich über Dominic Zmugg hinweg zum Siegtreffer für die Freisinger in die Maschen (93.)!

Kurz darauf war endgültig Schluss. Und die Rosenheimer natürlich bedient. Allerdings dürfte auch dieser späte Treffer keine allzu großen Auswirkungen haben, wenn man sich die Tabelle ansieht. Für keine von beiden Mannschaften.

Quelle: rosenheim24.de

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