Spektakuläres Remis zwischen Schönau und Seeon

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Auch das vierte Heimspiel der SG Schönau ging ziemlich daneben. Gegen den recht biederen Aufsteiger des SV Seeon-Seebruck vom Chiemsee reichte es neuerlich nur zu einem mageren Unentschieden. Das Fatale ist jedoch, dass Schönau neuerlich drei Gegentore bekommen hat und mit 24 am meisten in der ganzen Liga aufweist. Trainer Wessels Credo lautet zwar immer mehr Tore zu erzielen als man bekommt, doch das klappt auch nur mit einem Mittelstürmer, der Tore schießt und nicht nur wild durch die Gegend rennt.

Schönau musste auf den verletzten Stefan Weinbuch und den erkrankten Andreas Angerer sowie Georg Herdecke verzichten. Nach verhaltenem Beginn geriet Schönau erstmals in Gefahr, als ein Angriff über die linke Seite jedoch nicht zu Ende gespielt wurde. Doch wenig später gingen die Gäste, die zuvor erst ein Spiel gewonnen haben und einmal unentschieden vom Platz gegangen sind, nach einem völligen Aussetzer von Torhüter Christoph Maier in Führung. Maier schoss aus kurzer Entfernung Sebastian Wildmann an, vom dem der Ball ins Tor sprang.

Torwartfehler auf beiden Seiten

In der 25. Minute machte der Gästetorhüter Michael Prambs einen ähnlichen Fehler, den die Schönauer jedoch nicht nützten. Die einzig nennenswerte Situation war ein Flankenlauf des schnellen Bastian Zange, dessen Scharfschuss jedoch übers Tor strich (35.). Wenig später war der Ball im Gästetor, doch der junge umsichtige Unparteiische erkannte auf Abseits. Ein Weitschuss aus großer Entfernung von Jonas Rolf brachte praktisch mit dem Halbzeitpfiff den Ausgleich, als der Gästetorhüter nicht gut aussah.

Mit Beginn der zweiten Spielhälfte war erkennbar, dass die Schönauer nun das Spiel in den Griff bekommen wollten und ein paar sehenswerte Aktionen starteten. Doch neuerlich durchkreuzte ein weiterer Abwehrfehler alle Bemühungen. Daniel Axthammer hatte keine Mühe auf 2:1 für Seeon-Seebruck zu erhöhen. Wieder liefen die Patzherren einem Rückstand nach, steckten aber wenigstens nicht die Köpfe in den Rasen. Der Schönauer Trainer Andreas Wessels geriet allmählich aus der Fassung und schimpfte auf die Abwehrspieler.

Schönau-Abwehr stellt sich dämlich an

Doch schon der nächste Angriff brachte wiederum Gefahr für die Schönauer Abwehr. Aber auch die Schönauer Angriffe wurden jetzt druckvoller und gefährlicher. Markus Lochner setzte in seiner besten Situation einen Kopfball allerdings weit übers Tor. Doch im jetzt offenen Schlagabtausch kamen auch die Gäste zu weiteren Möglichkeiten und forderten nach 66 Minuten Elfmeter. Doch der Schiedsrichter ließ zum Glück für Schönau weiter laufen. Fünf Minuten später schlug der Tabellenvorletzte durch den eingewechselten Ralf Kopecky (71.) zum dritten Mal zu, als sich die Schönauer Abwehr wiederum selten dämlich anstellte.

Die Verunsicherungen durchzogen sich durch ganze Mannschaft. So kam Korbinian Burger in der 74. aus kurzer Torentfernung frei zum Schuss, der jedoch eher eine Rückgabe war. Jetzt kam viel Hektik auf en Platz, von der wenigstens die Schönauer profitierten, als sie in der 78. Minute einen Elfmeter zugesprochen bekamen. Wessels übernahm beim Spielstand von 2:3 kurz vor Schluss die Verantwortung und löste sie mit einem Treffer in die rechte untere Ecke. Ein guter Torhüter hätte diesen Elfmeter wohl pariert. Wenig später zeichnete sich Gästeschlussmann Prambs bei einem gut getretenen Freistoß von Wessels jedoch aus und bewahrte seine Mannschaft vor der siebten Saisonniederlage. (pcw)

Quelle: rosenheim24.de

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