Last-Last-Last-Last-Last-Minute Punkt für Ostermünchen

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Einen Last-Last-Last-Last-Last-Minute Punkt fuhr der SV Ostermünchen beim Gastspiel in Au ein. Schiedsrichter Ramsl ließ nämlich fünf Minuten nachspielen, was vor allem bei den Hausherren für Empörung sorgte, während die Gäste den Punktgewinn wie einen Sieg feierten. Aber der Reihe nach: Es war das erwartet kampfbetonte Spiel, das sich der SVO gegen die spielstarke Heimmannschaft vornahm. So war vom Kombinationsfußball der Hausherren nicht viel zu sehen, da der SVO die Räume eng machte, tief stand und somit die ASV-Offensive um Franz-Xaver Pelz und Manuel Martin nicht ins Rollen kommen ließ.

Mit einigen Positionsänderungen ließ SVO-Coach Georg Schmelcher seine Männer gegen Au antreten – angesichts der schweren Personalnot in Ostermünchen grenzte das schon an Kreativität: Andi Niedermeier wurde vom Sturmzentrum auf die Position des rechten Außenverteidigers gezogen und Manuel Bonke rutschte nach zweiwöchiger Krankheitspause überraschend in die Startelf. Die größte Überraschung war aber die „Reanimierung“ von Hape Schiedermeier, der als hängende Spitze in Au agierte und vor allem mit seinem Fitnesszustand beeindruckte.

Obwohl man sich in Ostermünchen vorgenommen hatte, die Null so lange wie möglich zu halten, dauerte es gerade einmal acht Minuten, ehe Au zum ersten Mal jubeln konnte: Christian Will setzte Manuel Martin gekonnt in Szene, der aus halbrechter Position eiskalt abschloss. Doch Ostermünchen zeigte Willen und so fiel zehn Minuten vor dem Pausenpfiff der Ausgleich. Christian Dirscherl haute aus 23 Meter einen Freistoß von halb links flach an der Mauer vorbei in die Maschen. Au-Keeper Moritz Düsel flutschte das nasse Spielgerät dabei durch die Arme, der Gegentreffer ging auf seine Kappe. So stand es zur Halbzeit 1:1.

Nach dem Seitenwechsel zeigte sich dann ein völlig verändertes Bild: Ostermünchen bestimmte das Spielgeschehen und hatte deutlich mehr Ballbesitz. Hape Schiedermeier und Andi Niedermeier hatten jeweils eine riesen Möglichkeit zum Führungstreffer für die Gäste, aber beim Torabschluss waren sie zu überhastet. Für die erneute Auer Führung musste somit ein Standard herhalten: Wieder war es Manuel Martin der eine Ecke von Franz-Xaver Pelz ins lange Eck zirkelt. Nach diesem Tor hatte der ASV noch unzählige Konterchancen, um die Vorentscheidung zu erzielen, diese wurden aber von Peter Niedermeier und Christoph Rottmüller fahrlässig ausgelassen.

In dieser Zeit brachte SVO-Trainerfuchs Schmelcher seinen nächsten Oldie-Joker in die Partie: Markus Ratschmeier durfte auch mal wieder Kreisliga-Luft schnuppern – und das sollte sich bezahlt machen. ASV-Coach Markus Glück wollte das Ergebnis über die Zeit retten und wechselte in der Nachspielzeit zweimal nacheinander aus. Seine Spieler ließen sich bei diesen Wechseln verständlicher Weise enorm viel Zeit. Schiedsrichter Ramsl schaute dabei aber genau auf die Uhr und somit ging die Nachspielzeit länger als von Au erwartet. Die letzte Aktion des Spiels war ein Eckstoß, der von Ratschmeier, der sich auch noch im höheren Fußballer Alter als Standard-Spezialist entpuppte, perfekt in den Strafraum gezirkelt wurde. Dort stand Bernd Schiedermeier völlig frei und nickte ohne großen Aufwand zum 2:2 in die Maschen.

Quelle: rosenheim24.de

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