SV Söllhuben - TuS Prien 1:2

Duell der Aufsteiger - Prien gewinnt hartes Derby

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Söllhuben - Vor 150 Zuschauern verlor der SV Söllhuben im eigenen Stadion knapp gegen den TuS Prien.

Söllhuben gegen Prien, mittlerweile ein Spiel mit echtem Derbycharakter. Für eine aufgeheizte Stimmung und den nötigen Funken Rivalität sorgte dabei sicher der erbittert geführte Zweikampf über eine lange Strecke der letztjährigen Kreisklassensaion, den die Linnemann Schützlinge zum Schluss aber mehr als klar für sich entscheiden konnten. Nur einmal verloren die Söllhubener in der letzten Runde, das aber ausgerechnet bei der Elf vom Chiemsee, die mit diesen drei Punkten ihren Einzug in die Kreisligarelegation fix machte und dem Meister eine Liga höher folgen konnte.

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Das ersten Aufeinandertreffen der beiden Aufsteiger in der Kreisliga versprach also eine hart umkämpfte Partie zu werden, das sahen viele Rosenheimer Fußballfans genauso und verbrachten ihren Sonntagnachmittag bei bestem Wiesnwetter am Söllhubener Fußballplatz. Vor einer würdigen Derbykulisse startete die Faber Elf mit viel Schwung und kam besser in die Partie, die ersten Zwanzig Minuten gehörten den Gästen aus Prien.

Erst schob Marco Kirchbuchner einen von rechts durchgesteckten Ball knapp am linken Pfosten vorbei, dann tanzte Jacky Staber drei Gegenspieler aus und schob die Kugel direkt in SVS-Torwart Michael Walter. Der Gastgeber versuchte es immer wieder mit weiten Bällen von Linnemann auf Neuzugang Hannes Schaal, der aber nur in der 33. zu einem gefährlichen Abschluss kommen konnte. Ansonsten war kein gefährliches Durchkommen gegen die Priener 5er-Kette.

Die ersatzgeschwächten Grün-Weißen brachten sich dann in der Folge aber mit Unkonzentriertheit und individuellen Fehlern selbst aus dem Spiel. Was prompt bestraft wurde. Simon Hilger schoss die Hausherren mit einem Zwanzig Meter- Knaller aus der Zweiten Reihe in Führung.

Kurz vor dem Halbzeitpfiff verletzte sich der Torschütze schwer am Knie und musste mit dem Krankenwagen abtransportiert werden. Gute Besserung auf diesem Wege aus Prien! Die Halbzeitansprache des TuS Trainers Helmut Faber und die taktische Umstellung auf zwei Spitzen zeigte sofort bei Wiederanpfiff Wirkung, Prien hatte wieder mehr von der Partie und war spielerisch überlegen.

In der 58. Spielminute schaffte es der Last-Minute Torschütze vom Letzten Wochenende Michi Feistl diese Überlegenheit auch endlich in Tore umzumünzen. Benji Birner konnte den Ball gegen mehrere Gegner behaupten, spielte einen Zuckerpass auf Tobi Scholz. Dessen quergelegten Ball drosch Feistl zum Ausgleich in die Maschen der Gastgeber.

Nach dem Ausgleich wurde die Partie immer hektischer und gewann von Minute zu Minute mehr an Ruppigkeit. Mit der Einwechslung von Steinacher in der 77. Minute stellte auch Söllhuben das Spielsystem um. Durch den Wechsel von Linnemann von der Defensive in die Offensive gewann der Hausherr immer mehr an Schlagkraft. Der SVS durch Hannes Schal dreimal gefährlich vor dem Priener Tor. Steinacher hätte aber bereits drei Minuten nach seiner Einwechslung wegen Nachschlagens zum Duschen gehen können, der mit Feingefühl agierende Schiedsrichter Kappelsberger beließ es aber bei einer Verwarnung.

In der 88. Minute war es dann aber soweit: Ein zweites schweres Foul von Steinacher wurde mit der Ampelkarte bestraft. Söllhuben mitten in der Sturm und Drangphase nur noch zu Zehnt auf dem Feld. Die letzten zehn Minuten gingen schwer auf Priener Knochen, so mancher TuS-Akteur musste – begleitet von wüsten Beschimpfungen des heimischen Anhangs- „Söllhubener Gras fressen“.

Doch Kapitän Hannes Semmler und seine Jungs behielten einen kühlen Kopf, was sich in der letzten Spielminute bezahlt machen sollte. Benji „Schweppi“ Birner trat nach einem Foul in der Söllhubener Hälfte zum Freistoß an und brachte mit seinem Aufsetzer aus 28 Metern ins Torwarteck die Grün-Weißen 2:1 in Führung und auf die Siegesstraße.

Die letzten Spielminuten waren dann nur noch geprägt von Nicklichkeiten und Fouls und der gut und sicher agierende Schiedsrichter aus Assling tat ein Gutes daran, das Spiel abzupfeifen. Priens Coach Helmut Faber zeigte sich nach der Partie zufrieden mit seiner Truppe: „In der 1. Halbzeit haben die Jungs die Taktik gut umgesetzt, der Rückstand zu diesem Zeitpunkt für uns eher unglücklich. Wir hatten dann zwar Glück, dass Söllhuben mehrere hochkarätige Chancen nicht verwerten konnte, aber die kämpferische Leistung unserer jungen Trupp wurde letztendlich mit dem Freistoßtor und drei Punkten belohnt.“

Auf Prien, das als Aufsteiger im Moment auf einem absolut zufriedenstellenden Rang Vier logiert kommt in den nächsten zwei Wochen ein Hammerprogramm zu, wenn sich der Erstplatzierte aus Wasserburg und der Zweitplatzierte aus Raubling die Klinke in die Hand geben. Söllhuben, das die letzten drei Parteien sieglos blieb muss gegen den SV Amerang und den SV Bruckmühl ran.

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Pressemitteilung TuS Prien

Quelle: rosenheim24.de

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