Spätes VfL-Tor verhindert die Niederlage gegen Waging

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Die knapp 200 Zuschauer sahen im Anfang einen VfL, der sich bemühte nach vorne zu spielen, ohne sich aber zwingende Torchancen zu erarbeiten. Die Gäste hingegen spielten ohne Druck befreit auf und hatten die ersten Möglichkeiten. Den Freistoß von Tobias Hösle fälschte Goali Auer zur Ecke ab (15.) und beim Schuss von Patrick Quast musste er sich schon ganz schön strecken (20.). Glück in der 24. Minute, denn eine gefährliche Ecke flog an Mann und Maus vorbei. Nach einer guten halben Stunde versuchte es Sergio Popa aus der zweiten Reihe, scheiterte aber an Torwart Michael Endlmaier. Kurz vor der Pause konnte der Gästegoali den Schuss von Patrick Keri von der Strafraumkante erst im Nachfassen halten.

Wie verwandelt kamen die Industriestädter aus der Kabine und legten los wie die Feuerwehr und machten Druck auf die Führung. Popa setzte sich über außen durch und flankte flach in den 16er, wo Keri eigentlich nur einschieben hätte müssen, doch stattdessen haute er über den Ball. Fünf Minuten später landete ein Weitschuss aus gut und gerne 35 Meter von Michael Fuchs auf der Latte des VfL-Gehäuses. Danach erspielte sich der VfL Chancen fast im Minutentakt. Keri setzte sich über links durch, scheiterte aber an Endlmaier(55.). Popa passte quer in den Lauf auf seinen Landsmann Liviu Pantea, der gleich abzog. In dessen strammen Schuss schmissen sich zwei Waginger Abwehrspieler und verhinderten so die mögliche Führung (57.).

Keine drei Minuten später, eine wunderschöne Kombination, die eigentlich ein Tor verdient hätte. Doppelpass zwischen Popa und Stuiber, maßgerechte Flanke in den Strafraum, doch der gerade eingewechselte Jure Loboda scheiterte mit seiner ersten Ballberührung am Gästegoali. Nach einer mustergültigen Flanke von Liviu Pantea köpfte der agile Hannes Helldobler nur knapp übers Tor (65.). Wieder schlug Pantea den Ball in den Strafraum, doch diesmal scheiterten zuerst Spielertrainer Markus Gibis und im Nachschuss Jure Loboda an dem bestens aufgelegten Torhüter der Gäste (66.). So kam es, wie es kommen musste, die Waginger schlossen einen der wenigen Konter erfolgreich ab und führten nach Siebzig Minuten 1:0. Zuerst parierte Auer einen scharfen Schuss von Stefan Mühlthaler, doch beim vehementen Nachsetzen von Manuel Sternhuber im Fünfmeterraum, ist er machtlos. Keine Fünf Minuten später hätten die Gäste bei einem weiteren Konter alles klar machen können, doch Kapitän Veit Gröbner traf völlig freistehend im Strafraum den abgewehrten Ball von Auer nicht, nachdem dieser erneut einen Schuss von Mühlthaler glänzend parierte.

In den letzten Minuten überschlugen sich die Ereignisse und die Zuschauer schüttelten nur noch die Köpfe oder rauften sich die Haare, denn so etwas hatten sie im Jahnstadion selten zuvor gesehen. Gibis ging in den Strafraum und wurde zu Fall gebracht. Schiedsrichter Stefan Gräbl zögerte zuerst, zeigte dann aber doch auf den Punkt. Yves Deutsch lief an, doch er setzte den Ball flach an den linken Pfosten. Keine 120 Sekunden später, der nächste Elfer für den VfL, diesmal nach einer Attacke an Jure Loboda. Jetzt versuchte es der Elferschütze von letzter Woche, Andy Balck. Doch auch er schoss flach an den linken Pfosten. Es schien, als sei dort ein Magnet angebracht. Jetzt glaubte keiner mehr so Recht an den Ausgleich, denn es waren nur noch wenige Sekunden zu spielen. Doch plötzlich Jubel im Jahnstadion. Ein langgeschlagener Ball von Balck in den Gästestrafraum wurde mehrmals versucht abzuwehren, doch irgendwie näherte er sich immer mehr dem Tor. Letztendlich war es der baumlange Benny Hadzic, der am höchsten stieg und das Leder aus kürzester Distanz ins Tor köpfte. Der mehr als verdiente Ausgleich war doch noch gefallen. Kurz drauf beendete der Schiedsrichter die Partie. (güm)

Quelle: rosenheim24.de

Zurück zur Übersicht: Bezirksliga Ost

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare