Bezirksliga Ost: Der 11. Spieltag

SVO besiegt Waging im Kellerduell, Waldkraiburg siegt weiter

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Niedergeschlagene Waginger nach der Niederlage im Kellerduell in Ostermünchen am Boden.

Ostermünchen/Aying/Kirchheim - Der SV Ostermünchen holt sich den Sieg im Sechs-Punkte-Duell mit dem TSV Waging am See. Waldkraiburg gelingt der dritte Dreier in Folge. Au verliert ein irres Match in Kirchheim. Saaldorf fügt Ebersberg die nächste Niederlage zu, Kolbermoor verliert daheim gegen Ottobrunn und Ampfing kann doch noch gewinnen.

SV Ostermünchen - TSV Waging am See 3:0

Die Ausgangslage vor dem Aufeinandertreffen zwischen dem SVO und den Seerosen war klar. Dazu reichte ein simpler Blick auf die Tabelle. Beide mussten in diesem direkten Duell eigentlich punkten, am besten siegen und auf keinen Fall verlieren, um im Tabellenkeller nicht Gefahr zu laufen, den Anschluss zu verlieren. Eine typische Sechs-Punkte-Spiel-Konstellation also.

Und so begannen beide Teams das Spiel auch. Kämpferisch und entschlossen. Bereits die ersten Minuten zeigten, das beide Mannschaften an diesem Tag willig waren und mit einem Sieg vom Platz gehen wollten. Nach fünf Minuten gab es Ecke für Waging - und fast wäre Ostermünchens Markus Ahammer ein folgenschwerer Lapsus unterlaufen. Um ein Haar hätte er bei seinem Abwehrversuch ins eigene Netz getroffen - zum Glück für den SVO ging der Ball knapp daneben.

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Ostermünchen kam in der Folge etwas mehr über das Kombinations- und Passspiel, Waging versuchte dagegen zu halten. Nach einer Viertelstunde Spielzeit kam der Ball nach einem Freistoß von Ostermünchens Kapitän Bernd Schiedermeier etwas glücklich in die Mitte zu Florian Schinzel. Der zog aus spitzem Winkel ab - sein Schuss strich jedoch knapp am rechten Pfosten vorbei.

Kurz darauf musste SVO-Keeper Johannes Schenk sein ganzes Können aufbieten, um gegen einen durchgebrochenen und allein auf ihn zustürmenden Waginger Angreifer zu retten (20.)! Das wäre die Gelegenheit für die Seerosen gewesen!

Nun wurde das Spiel hektischer und bei beiden Mannschaften schlichen sich zunehmend spielerische Ungereimtheiten ein. Nicht vewunderlich, wenn man bedenkt, was auf dem Spiel stand. Nach 26 Minuten kam Ostermünchens Andreas Niedermeier in sehr guter Position vor dem Tor der Gäste zum Abschluss - doch Wagings Keeper Alexander Pfab war auf dem Posten und konnte das Leder noch von der Linie kratzen!

Danach dominierte der Ostermünchen das Geschehen, Waging bekam Probleme. Zunächst hatte dies keine unmittelbaren Folgen, dann war wieder Niedermeier im Mittelpunkt - und diesmal traf er auch: Nach einem klasse Pass aus dem Mittelfeld spitzelte der SVO-Akteur die Kugel an Pfab vorbei zum umjubelten 1:0 für die Einheimischen (37.)!

In den Minuten nach dem Führungstreffer schienen die Ostermünchner etwas die Konzentration zu verlieren und wirkten in der ein oder anderen Situation ein wenig desorientiert. So hätte man den Gästen fast den Ausgleich ermöglicht: Nach einem schnellen Konter der Waginger war es Ahammer, der den Ball nach einem starken Sprint gerade noch mit letzter Kraft zur Ecke abwehren konnte (39.).

Danach tat sich vor den Toren nichts mehr. Es ging also mit einem knappen Vorsprung für die Hausherren in die Kabinen. Nach Wiederanpfiff tat sich zunächst auch nicht viel. Das Spiel verflachte etwas und bot erst einmal wenig Aufregung. Beide Teams jetzt hinten relativ sicher - nach vorne wirkte etwas die Luft raus.

Erst nach und nach ging der TSV etwas mehr zum Angriff über, versuchte Druck auszuüben. Dies gelang ihm auch teilweise. Klar, die Gäste hatten hier das drohende böse Ende vor Augen - und mussten jetzt etwas tun. In dieser Phase schafften sie es mehrmals, die Gastgeber in Bedrängnis zu bringen - ohne aber damit unter dem Strich erfolgreich zu sein.

Nach 75. fanden die Bemühungen der Seerosen ein jähes Ende. Denn die Mannen vom See dezimierten sich selbst: Nach einem rüden Einstiegen sah ausgerechnet Stürmer und Torgarant Bernhard Mühlbacher die Rote Karte. Dies sollte die Lage nicht einfacher machen - und letzten Endes die Partie gegen die Waginger entscheiden.

Denn nun, in Überzahl, gab der SVO noch einmal Gas. Zunächst ließ der eingewechselte Markus Grabl zwei Gegenspieler alt aussehen und schoss nur knapp am Gästetor vorbei (77.). Nur zwei Minuten später war sein Kollege Markus Prechtl durch und konnte von TSV-Keper Pfab nur regelwidrig gebremst werden. Elfmeter für die Hausherren!  Schinzel übernahm die Verantwortung, zeigte keine Nerven - und verwandelte zum 2:0 (79.)! Die Vorentscheidung war gefallen.

Denn in den Folgeminuten war - mit einem Mann mehr auf dem Feld - nur noch Ostermünchen am Drücker, bekam immer wieder Torabschlüsse. Dann vollendete der SVO seinen Heimsieg auf sehenswerte Weise: Mittels eines überragenden Hackentricks von Schinzel wurde Prechtl in Szene gesetzt, ging mutterseelenallein auf Pfab zu und lupfte das Leder gekonnt über den Torhüter hinweg zum alles entscheidenden 3:0 Endstand (85.)! Was für ein schöner Treffer!

Der SVO sichert sich also unglaublich wichtige drei Punkte im Kampf um den Klassenerhalt - für den auf einem direkten Abstiegsplatz liegenden TSV Waging am See wird die Lage hingegen immer prekärer.

SF Aying - VfL Waldkraiburg 1:2

Drei Siege in Folge beziehungsweise vier Siege in den letzten fünf Spielen – so lautet die eindrucksvolle Bilanz des VfL Waldkraiburg in der Bezirksliga Ost. Auch der Tabellenletzte SF Aying, der seine bisherigen fünf Punkte alle auf eigenem Platz holen konnte, war für die Industriestädter kein Stolperstein.

Mit einem leicht glücklichen, aber nicht unverdienten 2:1-Erfolg kehrten die Fußballer des VfL Waldkraiburg vom Auswärtsspiel bei den Sportfreunden Aying zurück. Zunächst sah dort alles nach einem lockeren Sieg aus - doch dann machten sich die Waldkraiburger sich das Leben noch einmal selbst schwer.

Einen ausführlichen Bericht zum Spiel aus Sicht des VfL lest ihr HIER.

Kirchheimer SC - ASV Au 4:2

Der ASV Au verlor das dritte Spiel in Serie. Nach einem fulminanten Saisonstart wird man momentan etwas zurecht gestutzt. Allerdings hatte man es in den letzten Begegnungen mit Moosach und Kirchheim auch nicht gerade mit Laufkundschaft zu tun, sondern mit Bezirksliga-Favoriten. In der nächsten Woche können die Auer auf eigenem Rasen versuchen, wieder in die Erfolgsspur zurückzufinden - leicht wird auch diese Aufgabe allerdings nicht: man empfängt nämlich den SV Ostermünchen zu einem Derby.

Dabei konnten die klar unterlegenen und wacker verteidigenden Auer bis zur Halbzeit ein torloses Unentschieden halten. Ein Torschuss von Kirchheims De Prito Thomas Branco aus spitzem Winkel konnte zur Ecke abgewehrt werden (27.), nach einer weiteren Ecke für den KSC verfehlte Frederik Priewasser den Kasten der Gäste per Kopf nur äußerst knapp.

In der zweiten Hälfte überschlugen sich dann die Ereignisse: Zunächst kamen nun auch die Gäste zu ersten Torabschlüssen - Matthias Poschauko (56.) und Simon Kapsner (59.) versuchten sich, blieben aber beide ohne Erfolg.

Dann aber schlugen die Hausherren zu: Schöner Ball der Kirchheimer in den Lauf von Michael Geier. Der umkurvte ASV-Torhüter Markus Stiglmeir und schob lässig zum 1:0 ein (60.). Nur knappe fünf Minuten später fand ein langer Ball des KSC Priewasser, der alleine vor Stiglmeir alles richtig machte und diesen zum 2:0 überlupfte (66.)!

Danach jedoch sollte das Spiel noch einmal eine ebenso überraschende, wie irre Wendung nehmen: Die Gastgeber verteilten nämlich Geschenke. Ein solches in Form eines Abwehrschnitzers nutzte Aus Franz-Xaver Pelz - und es stand nur noch 2:1 (74.). Und die Auer zeigten daraufhin, dass sie keineswegs länger brauchen um einen Doppelpack zu schnüren, als die Hausherren: Klasse Hereingabe, Volley Pschauko, Tor (79.)! Und plötzlich stand es 2:2! Was war denn hier los? Was für ein Comeback!

Die Auer hätten das Ding am Ende tatsächlich fast noch gedreht. Doch Favoriten wären nicht Favoriten, wenn sie leicht zu schocken wären und nicht noch einen im Köcher hätten und bis zum Ende gefährlich bleiben würden. Und mit Können und dem entsprechenden Willen dann noch einmal zubeißen, wenn es besonders weh tut.

Der Kirchheimer SC hielt sich also nicht lange mit Lamentieren auf, sondern schockte seinerseits den baffen ASV: Erst drückte Ricardo Jacobi im Gewühl nach einer Ecke mit aller Entschlossenheit den Ball über die Linie und erzwang so die vielumjubelte erneute Führung für das Heimteam (83.). Und dann vollendete Alexander Fürthmaier einen wunderbaren Konter, gegen Auer die selbst noch einmal versuchten zurückzukommen, cool und abgeklärt zum 4:2 Endstand (89.).

SV Saaldorf - TSV 1877 Ebersberg 2:0

Der SV Saaldorf scheint wieder in der Spur zu sein. Nachdem man in der Vorwoche eine verdiente Niederlage und erste Heimpleite gegen den SV–DJK Kolbermoor kassierte, rehabilitierte sich das Team mit einem hochverdienten Heimsieg gegen einen blutleeren TSV Ebersberg.

Wie das Spiel aus Sicht des SVS gelaufen ist und dass der Sieg auch hätte weit höher ausfallen können, lest ihr HIER.

SV-DJK Kolbermoor - TSV Ottobrunn 1:2

Eine ebenso knappe wie bittere Niederlage musste der SV-DJK Kolbermoor beim Heimspiel gegen den TSV Ottobrunn hinnehmen. Auch ein Treffer von Salihbasic reichte nicht - der SV-DJK ließ einfach zu viele Chancen liegen und brockte sich so eine ebenso dumme, wie vermeidbare Niederlage gegen die Münchner Vorstädter ein. In einem mittelmäßigen Bezirksligaspiel bewahrheitete sich am Ende die alte Fußballweisheit "wenn du vorne die Tore nicht machst, bekommst du sie hinten".

Einen Spielbericht aus Sicht der Kolbermoorer findet ihr HIER.

SV Dornach - TSV Ampfing 1:3

Den Schweppermännern gelang nach einigen Wochen mit enttäuschenden Ergebnissen in Dornach der erhoffte Befreiungsschlag in Form eines Auswärtssiegs. Damit konnte sich der bisher weit hinter seinen Erwartungen zurückbleibende TSV Ampfing in der Tabelle zumindest etwas Luft verschaffen.

Die Tore zur 0:2 Halbzeitführung für die Ampfinger erzielten Michael Cossu in der 24. und kurz vor dem Seitenwechsel Alin Ionas in der 39. Minute. Unmittelbar nach der Pause legte Goalgetter Ionas noch einen nach - und traf per Elfmeter zum 0:3 (49.).

Damit war der Drops gelutscht und spätestens nach der Roten Karte für Dornachs Dragoljub Dekanovic nach einer Stunde, das Spiel auch endgültig zugunsten der Gäste entschieden. Die dezimierten Dornacher kamen zwar durch einen Treffer von Vinicius da Cunha noch einmal auf 1:3 heran, dies änderte am Ausgang der Partie aber ebenso wenig, wie die zweite Rote Karte gegen den SVD für Jakob Krütten kurz vor Ende der Begegnung (87.).

Quelle: rosenheim24.de

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