Bad Aibling erkämpft sich 2:2-Unentschieden

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Musste verletzt vom Platz: Aibling-Kapitän Paul Krabichler

Das mit Spannung erwartete Derby begann vor einer stattlichen Zuschauerkulisse sehr verhalten. Beide Mannschaften waren von Verletzungssorgen geplagt und mussten auf einige Stammspieler verzichten. Bei Miesbach fehlten unter anderem Christian Hofmann und Sebastian Heid, bei den Kleeblättern mit Goncalves, Zoss, Markl und Torwart Hafner fast die komplette Stammabwehr. Da war es nicht verwunderlich, dass beide Seiten zuerst auf Ballsicherung bedacht waren. So spielte sich das Geschehen in der ersten Hälfte meist im Mittelfeld, also in der neutralen Zone ab. Wobei die Gäste optisch gesehen etwas mehr vom Spiel hatten und der TuS auf Konter setzte.

Einer davon hätte in der 9. Minute schon zur Führung für den Gastgeber sorgen können, aber Rosenberger klärte die Hereingabe von der linken Seite von Marx per Kopf, verfehlte dabei das eigene Tor nur haarscharf. So dauerte es bis zur 31. Minute ehe auch Miesbach einmal gefährlich wurde. Schwinghammer hatte völlig freistehend aus 14 Metern von links die große Chance zur Gästeführung, aber seinen gezielten, flachen Schuss ins lange Toreck konnte Ersatztorhüter Moritz Düsel, der für den gesperrten Stammtorwart Hafner im Tor stand und ihn hervorragend vertrat, gerade noch mit den Fingerspitzen zur Ecke klären. Kurz darauf musste Kapitän Paul Krabichler das Feld verletzungsbedingt verlassen, seine Muskelverletzung vom letzten Spiel war doch noch nicht richtig ausgeheilt. Für ihn kam Simon Stadler ins Spiel und es dauerte einige Zeit bis die Umstellungen im Aiblinger Spiel wieder griffen. Miesbach ließ Ball und Gegner nun laufen, ohne aber Gefahr auszustrahlen.

In der 37. Minute hatte Baumann im Miesbacher Strafraum dann die Chance zur Aiblinger Führung. Sein Flachschuss aus halbrechter Position ins linke Toreck wurde von Torwart Zimmerhakl auch mit den Fingerspitzen zur Ecke geklärt. Als Torwart Düsel in der 43. Minute noch einen strammen Freistoß aus 28 m von Miesbachs Hörterer mit beiden Fäusten noch zur Ecke boxte ging man mit einem torlosen Unentschieden in die Halbzeitpause. Aibling kam ohne Katozka, der bei einem Zweikampf unglücklich umgeknickt war, aus der Kabine und brachte mit Daniel Brunsch, der im Februar erst am Meniskus operiert wurde und seitdem noch keine einziges Training mit der Mannschaft absolviert hatte, einen neuen Stürmer. Und das Spiel nahm nun richtig Fahrt auf. Haimerl nutzte bereits in der 48. Minute eine kurze Unachtsamkeit in der Aiblinger Abwehr und zog aus 13 Metern mit links aus der Drehung sofort ab. Der Ball landete unhaltbar, halbhoch im langen, rechten Toreck. Aibling wurde nun bissiger und aggressiver, angetrieben von den beiden eingewechselten Spielern Stadler und Brunsch, entwickelte man nun mehr Druck aufs Gästetor. Und in der 63. Minute wurde man auch belohnt. Stadler erlief sich einen weiten Pass auf der rechten Seite ein paar Meter vor der Torauslinie und schoss sofort aus der Drehung. Der Ball rutschte ihm etwas über den Spann und so schlug er für den TW unhaltbar im kurzen Toreck unter der Querlatte ein.

Ein Paukenschlag zum Ausgleich. Aibling wurde nun immer stärker und drängte auf den Siegtreffer, erlitt aber in der 82. Minute einen herben Rückschlag. Einen der wenigen gelungenen Angriffe der Gäste schloss Breiherr aus 14 Metern mit einem gezielten Schuss in Richtung Tor ab. Der TW war schon aus dem Spiel, aber Verteidiger Marco Wengert versuchte auf der Torlinie noch zu retten, was zu retten ist und bekam den Ball an Brust oder Arm, von wo der Ball ins Toraus sprang. Der SR entschied jedoch sofort auf Elfmeter und Rote Karte für Wengert. Florian Hofmann ließ sich die Chance nicht entgehen und verwandelte eiskalt unter die Latte. Doch die Moral war groß an diesem Tag beim TUS. Ersatzgeschwächt und nur noch zu zehnt bäumte man sich auf und Brunsch erzielte mit einem wahren Traumtor 2 Minuten später den hoch verdienten Ausgleich. Einen weiten pass nahm er im Strafraum mit dem Rücken zum Tor mit der Brust gekonnt an und traf mit einem artistischen Fallrückzieher, Marke Klaus Fischer, aus 8 m unhaltbar unter die Querlatte. So ein Tor hat man in Aibling schon lange nicht mehr gesehen. Danach brachte man mit Geschick wenigstens das Unentschieden über die Zeit. Ein Punkt ist zwar in der jetzigen Situation für Aibling zu wenig, aber mit solchen Leistungen wie in den letzte 3 Spielen, sollte man die Flinte noch lange nicht ins Korn schmeißen. (weg)

Quelle: rosenheim24.de

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