Widerstand gegen BKA-Zusammenlegung

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Die Pläne für eine Fusion von Bundespolizei und Bundeskriminalamt (BKA) stoßen behördenintern auf Widerstand.

Wiesbaden - Die Pläne für eine Fusion von Bundespolizei und Bundeskriminalamt (BKA) stoßen behördenintern auf Widerstand. Die Angst vor einer Zerschlagung des Bundeskriminalamtes geht um. Die Details: 

“In der Belegschaft wird eine Zerschlagung des Bundeskriminalamts befürchtet“, sagte die Vertreterin der Deutschen Polizeigewerkschaft (DpolG) beim BKA in Wiesbaden, Brigitte Becker, der Nachrichtenagentur dpa. Befürchtet werde, dass die 5500 Beschäftigten der in Wiesbaden ansässigen Behörde im Falle einer Zusammenlegung mit den rund 41 000 Bundespolizisten “in einer gesichtslosen Organisationsstruktur untergehen“ würden.

Protestaktionen seien deshalb nicht ausgeschlossen, entschieden sei aber noch nichts. Die Belegschaft befinde sich nach der Ankündigung von Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU), die Zusammenlegung zu prüfen, noch in einer “Schockstarre“. Kommende Woche würden an mehreren Standorten Personalversammlungen abgehalten. Möglich seien Aktionen Anfang März, wenn das Bundeskriminalamt sein 60-jähriges Bestehen begehe.

Auswirkungen auf Beschäftigte noch völlig unklar

Becker verwies auf die Proteste der BKA-Beschäftigten gegen die vom früheren Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) geplante Verlagerung nach Berlin und Schließung des dritten Standorts Meckenheim bei Bonn. Damals waren tausende Mitarbeiter auf die Straße gegangen.

De Maizière (CDU) will bis zum Frühjahr entscheiden. Vorstellbar sei eine schnelle Organisationsreform noch im Laufe der Legislaturperiode, hatte er am vergangenen Donnerstag gesagt. Ziel sei nicht ein Stellenabbau, die Standorte sollten im wesentlichen erhalten bleiben.

dpa

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