Vier NATO-Soldaten bei Anschlägen getötet

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Kabul - Die Sprengsätze waren am Straßenrand versteckt: Bei mehreren Bombenanschlägen sind im Süden Afghanistans vier NATO-Soldaten ums Leben gekommen.

Alle vier Soldaten seien am Samstag durch am Straßenrand versteckte Sprengsätze getötet worden, teilte das Bündnis am Sonntag mit. Nähere Einzelheiten zu den Vorfällen und die Nationalität der Soldaten wurden zunächst nicht bekanntgegeben. Ein weiteres Mitglied der NATO-Streitkräfte wurde am Freitag bei einem Angriff Aufständischer in Ostafghanistan getötet. Auch dazu wurden zunächst keine Einzelheiten bekanntgegeben.

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Bei einem der Toten handelt es sich wohl um einen britischen Soldaten, der am Samstag bei einer Explosion in der Region Nahr e Saradsch in der südlichen Provinz Helmand ums Leben kam. Das britische Verteidigungsministerium erklärte am Samstagabend, der Soldat sei in einem Fahrzeug fahrend ums Leben gekommen.

In diesem Monat kamen in Afghanistan bereits 33 NATO-Soldaten ums Leben, seit Jahresbeginn waren es 165. Seit Beginn des Afghanistaneinsatzes vor zehn Jahren sind insgesamt 414 britische Soldaten getötet worden.

Das afghanische Innenministerium erklärte am Sonntag, bei einer gemeinsamen Aktion in vier östlichen Provinzen seien am Samstag sechs Aufständische getötet worden. Weitere drei kamen demnach in den Provinzen Helmand und Kandahar ums Leben, als Sprengsätze, die sie am Straßenrand verstecken wollten, vorzeitig explodierten.

Acht Zivilpersonen Opfer von NATO-Luftangriff in Afghanistan

Unterdessen hat ein NATO-Luftangriff im Osten Afghanistans nach Behördenangaben acht Mitglieder einer Familie das Leben gekostet. Bei den Opfern handele es sich um einen Mann, eine Frau und ihre sechs Kinder, sagte ein Sprecher der Regierung in der Provinz Paktia am Sonntag. Der Angriff habe sich am Samstagabend (Ortszeit) im Dorf Suri Chail im Bezirk Gurda Saria ereignet. Die NATO kündigte eine Untersuchung des Vorfalls an.

Ein Sprecher des Bündnisses erklärte, Koalitionstruppen hätten in Paktia eine Aktion gegen eine große Zahl Aufständische durchgeführt. Die Medienberichte über getötete Zivilpersonen seien der NATO bekannt, sagte Oberstleutnant Jimmie Cummings. Ein Sprecher des Gouverneurs von Paktia erklärte, der getötete Mann sei kein Taliban gewesen. „Er war in keiner Oppositionsgruppe. Er war ein Dorfbewohner“, sagte Rohullah Samon weiter.

Auch in der südafghanischen Provinz Helmand kamen zwei Zivilpersonen ums Leben. Ihr Fahrzeug sei am Sonntag im Bezirk Mardscha auf eine Bombe am Straßenrand aufgefahren, sagte ein Provinzsprecher.

dapd

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