Sarrazin: Integrationsunwilligen Hilfen streichen

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Berlin - Der frühere Bundesbank-Vorstand und SPD-Politiker Thilo Sarrazin fordert, integrationsunwilligen Migranten staatliche Zuwendungen komplett zu streichen.

Er sagte der “Bild am Sonntag“: “Nach meiner Überzeugung zieht die Möglichkeit des Zuzugs in unsere Sozialsysteme die falsche Art von Migranten an. Deshalb sollten wir wie die USA oder Kanada den Bezug von Sozialleistungen für Einwanderer ganz oder für längere Übergangsfristen ausschließen. Dann kommen nur noch die zu uns, die von ihrer Hände oder Köpfe Arbeit leben und sich deshalb besser integrieren.“

Sarrazin plädierte in diesem Zusammenhang für eine striktere Begrenzung des Familiennachzugs: “Gegen den Willen der Beteiligten wird man Verhaltensänderungen nur sehr schwer bewirken. Deswegen würde ich die Regeln für den Familiennachzug deutlich verschärfen. So sollten Personen, die über den Familiennachzug nach Deutschland kommen, sowie deren Kinder, für einen längeren Zeitraum keine staatlichen Transferleistungen in Deutschland bekommen. Damit würden falsche Anreize beseitigt.“

Die bisherigen Druckmittel auf integrationsunwillige Zuwanderer sind nach Ansicht Sarrazins völlig unzureichend. “Wir müssen einen ganz anderen Druck zum Erlernen der deutschen Sprache aufmachen. So sollten wir in allen öffentlichen Dienststellen Hinweise in türkischer oder arabischer Sprache abhängen. Denn wer seinen Antrag auf einen Personalausweis oder auf Sozialhilfe nicht auf Deutsch ausfüllen kann, hat bei uns nichts verloren.“

dpa

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