Putin bei der Pekinger Führung

Russland und China wollen Partnerschaft vertiefen

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Der russische Präsident Wladimir Putin und sein chinesischer Amtskollege Xi Jinping (l.)

Peking - Wladimir Putin gibt sich in China als enger Verbündeter der Pekinger Führung. Zahlreiche Abkommen werden unterzeichnet. Doch wie rund läuft es zwischen den Großmächten?

Russland und China wollen mit einer ganze Reihe gemeinsamer Projekte ihr Bündnis vertiefen. Anlässlich eines Besuchs des russischen Präsidenten Wladimir Putin in Peking unterzeichneten beide Staaten mehr als 30 Abkommen.

Die Abkommen betreffen Bereiche wie Infrastruktur, Handel, Technologie und Innovation. Das berichtete Chinas staatliche Nachrichtenagentur Xinhua.

Zuvor war Putin mit seinem Amtskollegen Xi Jinping und Regierungschef Li Keqiang zusammengekommen. Putin sagte, beide Seiten hätten sich darauf geeinigt, die Handelsbeziehungen auszubauen. Zwar habe sich die unstabile Lage auf den Rohstoff- und Währungsmärkten zuletzt auch auf den Handel zwischen China und Russland ausgewirkt. Gemeinsam wolle man jedoch "diesen Trend ändern".

Gemeinsames Flugzeug-Projekt vereinbart

Laut der russischen Nachrichtenagentur Itar-Tass unterzeichneten beide Seiten unter anderem Verträge zur Entwicklung eines gemeinsamen Langstrecken-Flugzeugs als Konkurrenz zu Airbus und Boeing. Über die Zusammenarbeit war mehr als zwei Jahre verhandelt worden. Über den Bau einer Hochgeschwindigkeitszugstrecke von Moskau ins 700 Kilometer östlich der russischen Hauptstadt gelegenen Kazan solle bis Ende des Jahres eine Einigung erzielt werden.

Putin lobte die Beziehungen zum Nachbarn als eine "allumfassende und strategische Partnerschaft". Xi sagte, dass beide Länder die Idee förderten, "Freunde für immer zu sein".

Putin sieht in einem Heranrücken an China die Chance, den Effekt von Wirtschaftsanktionen auf Russland zu schmälern, die Europa und die USA wegen der Krise in der Ukraine gegen Moskau verhängt haben.

Um nicht mehr so abhängig von Europa zu sein, besiegelte Moskau mit Peking bereits vor zwei Jahren Gaslieferung in einem Umfang von 400 Milliarden US-Dollar über eine Leitung, die bis 2018 fertiggestellt sein soll. Beide Länder hatten seitdem über eine Vielzahl neuer Kooperationen diskutiert.

Viele der Projekte kamen bislang über erste Verhandlungen nicht hinaus, weil das Misstrauen chinesischer Investoren wegen der zunehmend angespannten Lage der russischen Wirtschaft wächst. In Russland nimmt gleichzeitig die Angst vor einer zu großen wirtschaftlichen Abhängigkeit von China zu. Der Handel beider Länder war im vergangenen Jahr von 100 Milliarden US-Dollar auf rund 60 Milliarden zurückgegangen.

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