Nach Amoklauf in München

Mehr Psychologen an Schulen gefordert

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Plenarsitzung im Landtag Bayern

München – Die Landtags-SPD fordert die Einstellung weiterer Schulpsychologen. „Es ist kein Luxus, wenn Lehrer an jeder Schule Schulpsychologen an ihrer Seite haben“, sagte der für Bildung zuständige Abgeordnete Martin Güll als Reaktion auf den Amoklauf in München.

Derzeit gibt es 880 dieser Experten. Zumeist ist dabei ein Psychologe für mehrere Schulen zuständig, vor allem bei den Grundschulen mit ihrer oft überschaubaren Schülerzahl. Würde man Gülls Forderung umsetzen, müssten noch etwa 3000 Psychologen eingestellt werden. Der Lehrerverband BLLV geht noch weiter. Er würde gerne „multiprofessionelle Teams“ an den Schulen etablieren, sogar von festen Ärzten („wie in Finnland“) ist die Rede. Das Ministerium hält das für ausgeschlossen.

Es ist auch noch über eine weitere Zahl irritiert: In Bayern gebe es derzeit rund 7700 Schüler, die als „sozial auffällig“ identifiziert wurden, hatte Güll gesagt und sich auf das Kultusministerium berufen. Dieses dementiert. Die Kategorie „sozial auffällig“ gebe es gar nicht. Gemeint seien wohl Schüler mit diagnostiziertem Förderbedarf, etwa bei Lernstörungen. Diese Schüler benötigten aber nur selten Psychologen.

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