Engere Beziehungen

Iran und Nordkorea unterzeichnen Abkommen

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Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad.

Teheran - Schulterschluss gegen die USA: Der Iran und Nordkorea wollen künftig enger zusammenarbeiten und so den USA die Stirn bieten.

Iran und Nordkorea sind durch ein neues Abkommen enger zusammengerückt und dürften damit das Misstrauen des Westens wecken. Der iranische Forschungsminister Kamran Daneschdschu und der nordkoreanische Außenminister Pak Ui Chun hätten am Samstag in Teheran ein wissenschaftliches und technologisches Kooperationsabkommen unterzeichnet, berichtete das iranische Staatsfernsehen. Bei der Vertragsunterzeichnung seien auch der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad und Nordkoreas Nummer zwei, Kim Yong Nam, anwesend gewesen.

Vereinbart wurde die Gründung gemeinsamer Labors, der Austausch wissenschaftlicher Arbeitsgruppen und Technologietransfers in den Bereichen Informationstechnik, Energie, Umwelt, Landwirtschaft und Ernährung, wie das Staatsfernsehen berichtete. Die USA hatten Nordkorea zuletzt mehrfach vorgeworfen, modere Raketentechnik an den Iran zu liefern.

Der geistliche Führer des Irans, Ayatollah Ali Chamenei, sagte Kim, die Islamische Republik und Nordkorea hätten gemeinsame Feinde und beide sollten sich gegen Drohungen und Druck zur Wehr setzen, um ihre Ziele zu erreichen. In der Vergangenheit hatten Vertreter beider Länder erklärt, ihre Nationen säßen im Kampf gegen den Westen in „einem Schützengraben“.

„Arrogante Mächte tolerieren keine unabhängigen Regierungen“, sagte Chamenei. „Druck, Sanktionen und Drohungen sollten unsere Entschlossenheit nicht erschüttern.“ Bei einem anderen Treffen sagte Ahmadinedschad, Kims Besuch „stärkt die bilateralen Beziehungen, weitet die Zusammenarbeit aus und stärkt die anti-hegemoniale Front.“

dapd

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