Gutachter bescheinigen Erfolg für Stoibers Cluster

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Bayerns früherer Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU)

München - Drei Jahre nach seinem Sturz kann sich der frühere Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) über einen späten Erfolg freuen: Und zwar mit den von ihm aus den USA übernommenen  "Clustern".

Die Fraunhofer-Gesellschaft hat den von Stoiber eingeführten “Clustern“ in der bayerischen Wirtschaftspolitik ein gutes Zeugnis ausgestellt. Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) will die Ergebnisse der Begutachtung an diesem Mittwoch im Kabinett vorstellen und die Linie für deren Weiterentwicklung vorstellen.

Stoiber hatte die Cluster - das englische Wort für “Haufen“ - nach dem Vorbild der High-Tech-Region Silicon Valley in den USA gegründet. Im Umkreis von Hochschulen und Forschungsinstituten sollen sich Betriebe ansiedeln, so dass Wissenschaftler und Unternehmer wechselseitig voneinander profitieren. In Bayern gibt es inzwischen 19 Cluster - von Medizintechnik bis zur Forstwirtschaft.

Laut Fraunhofer-Gesellschaft funktioniert das Cluster-Modell auch in Bayern: Das Institut hat fast 2 000 Unternehmen über ihre Erfahrungen mit der Arbeit der 19 bayerischen Cluster befragt. Demnach tragen die Cluster zur Stärkung der Wissensbasis der Betriebe bei, beschleunigen die Einführung von neuen Technologien und erleichtern die Erschließung neuer Märkte .

Zwei Drittel der befragten Unternehmen gaben an, mit Hilfe der Cluster von Kooperationen mit anderen Unternehmen zu profitieren. Außerdem seien mittelständische Firmen zu 62 Prozent an Cluster-Projekten beteiligt, die Cluster-Offensive erreiche damit eindeutig den bayerischen Mittelstand. Außerdem rechnen sich laut Fraunhofer die bayerischen Zuschüsse: Die Cluster haben bisher rund 70 Millionen Euro von Bund und EU für die Mitgliedsunternehmen eingeworben.

dpa

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