Gröhe fordert Bekenntnis zur christlichen Religion

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CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe fordert ein klares Bekenntnis zur christlichen Tradition

Berlin - In der Debatte über die Islam-Äußerungen von Bundespräsident Christian Wulff hat CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe ein klares Bekenntnis zur christlichen Tradition gefordert.

“Wir sollten uns in Deutschland ausdrücklich zu unserer christlichen Tradition bekennen - auch im Dialog mit den Muslimen“, sagte Gröhe der in Potsdam erscheinenden “Märkischen Allgemeinen Zeitung“ (Mittwoch).

Wulff habe eine wichtige Rede gehalten, sagte Gröhe. Er ergänzte: “Religionsfreiheit gilt für alle, auch für Muslime.“ Bei der Gleichberechtigung von Frauen und Männern dürfe es in Deutschland aber “keinen Rabatt geben“. Muslime störe häufig eher eine Geringschätzung der Religion in Deutschland und keineswegs die christliche Tradition.

Zuvor war in der Union die Kritik an den Äußerungen Wulffs lauter geworden. Der Präsident hatte am Tag der Einheit an die christlich- jüdischen Wurzeln Deutschlands erinnert und gesagt: “Aber der Islam gehört inzwischen auch zu Deutschland.“ CSU-Landesgruppenchef Hans- Peter Friedrich hatte daraufhin betont: “Dass der Islam Teil unserer Kultur ist, unterschreibe ich nicht.“ Die christlich-abendländische Kultur mit jüdischen Wurzeln sei die Leitkultur, in die sich alle zu integrieren hätten, die in Deutschland leben wollten.

dpa

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