Alte AfD-Fraktion im Stuttgarter Landtag mit neuer Spitze

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Nach der Aufspaltung der AfD im Stuttgarter Landtag wählt die achtköpfige Rest-Fraktion einen neuen Vorstand. Wer bei der Wahl kandidiere, sei noch offen, sagte der bisherige parlamentarische Geschäftsführer, Bernd Grimmer. Foto: Christoph Schmidt/Archiv

Stuttgart (dpa) - Nach der Spaltung der AfD im baden-württembergischen Landtag hat die achtköpfige Rest-Fraktion eine neue Spitze gewählt. Die Fraktion wird künftig von dem AfD-Abgeordneten Heiner Merz aus dem Wahlkreis Heidenheim geführt.

Stellvertreter sind Rüdiger Klos und der bisherige Vize Emil Sänze, wie der Parlamentarische Geschäftsführer Bernd Grimmer in Stuttgart mitteilte.

Die Fraktion ist nach dem Austritt des bisherigen Chefs Jörg Meuthen und 13 weiteren Parlamentariern auf acht Mitglieder geschrumpft. "Wir sind das Original und kein Plagiat", betonte Sänze. Die Gruppe um Meuthen sieht sich hingegen als die wahre AfD. Dieser hat eine neue Fraktion mit dem Namen Alternative für Baden-Württemberg gegründet.

Die neue Spitze der alten AfD-Fraktion kritisierte Meuthen am Donnerstag als selbstherrlichen Führer, dem Teamgedanken fremd gewesen seien. Er habe den Fraktionsbruch generalstabsmäßig geplant, meinte Sänze. Künftig solle der Teamgedanke im Vordergrund stehen.

Die ursprüngliche AfD-Fraktion war am Dienstag am Streit um die Antisemitismus-Vorwürfe gegen den Abgeordneten Wolfgang Gedeon zerbrochen. Weil die notwendige Zweidrittelmehrheit für einen Rauswurf Gedeons wieder nicht zustande kam, traten Meuthen und zwölf Abgeordnete aus, ein weiterer Parlamentarier folgte am Mittwoch.

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