G20-Gipfel in Hangzhou

Syrien-Konflikt: Leichte Annäherung zwischen USA und Russland

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Putin und Obama trafen sich am Rande des G20-Gipfels in Hangzhou. 

Hangzhou - Russlands Staatschef Wladimir Putin sieht die Möglichkeit einer baldigen Einigung auf ein gemeinsames Vorgehen Moskaus und Washingtons in Syrien.

Es habe bei den Gesprächen am Rande des G20-Gipfels "trotz allem" "eine gewisse Annäherung der Positionen" gegeben "und eine Verständigung darüber, was wir unternehmen könnten, um die Lage in Syrien zu deeskalieren", sagte Putin am Montag nach einem Treffen mit US-Präsident Barack Obama am G20-Tagungsort in Hangzhou.

Das Gespräch zwischen den Präsidenten war ohne greifbares Ergebnis geblieben, genauso wie zuvor die Unterredung von US-Außenminister John Kerry mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow. Dennoch halte er es für möglich, "in den kommenden Tagen" ein Abkommen mit den USA über das Vorgehen in Syrien zu schließen, sagte Putin. Einzelheiten nannte er nicht. "Ich denke, es ist uns gelungen, ein Verständnis füreinander und für die Probleme, vor denen wir stehen, zu schaffen", erklärte Putin.

Die USA und Russland unterstützen in Syrien entgegengesetzte Seiten. Während Moskau ein enger Verbündeter von Präsident Baschar al-Assad ist, unterstützt Washington verschiedene bewaffnete Gruppen von Assad-Gegnern.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan schlug den USA und Russland nach eigenen Angaben am Rande des G20-Gipfels die Einrichtung eine Flugverbotszone in Nordsyrien vor. Syrische Rebellen und die türkischen Streitkräfte hatten am Wochenende die letzten verbliebenen Stellungen der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) im Grenzgebiet zur Türkei eingenommen. Seine Regierung stehe außerdem mit Russland in Kontakt, um binnen Wochenfrist eine Feuerpause in der Region Aleppo zu erreichen, sagte Erdogan.

Die Lage in Syrien und die Gespräche über eine zumindest zeitweise Waffenpause zur Versorgung der eingeschlossenen Menschen im belagerten Aleppo war eines der beherrschenden Themen in den zahlreichen Begegnungen am Rande des Gipfeltreffens im ostchinesischen Hangzhou. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte darüber mit Obama und dem französischen Präsidenten François Hollande gesprochen.

afp

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