"Offenkundig antisemitisch"

Clinton wirft Trump Rassismus vor

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Hillary Clinton wehrt sich gegen Donald Trumps Korruptionsvorwürfe.

Washington - Der US-Wahlkampf zwischen Donald Trump und Hillary Clinton spitzt sich weiter zu. Nach einer Twitter-Attacke greift die Demokratin ihren Konkurrenten nun offen an.

Die demokratische Präsidentschaftsanwärterin Hillary Clinton hat mit harscher Kritik auf die jüngste Twitter-Attacke ihres republikanischen Widersachers Donald Trump reagiert. Clinton warf Trump am Montag "offenkundigen Antisemitismus" vor. Trumps Kampagnenteam hatte ein Foto Clintons veröffentlicht, das die frühere US-Außenministerin als tief korrupt bezeichnete. Clintons Konterfei prangte dabei vor einem Hintergrund aus 100-Dollar-Noten, daneben war ein an den Davidstern erinnernder einfarbig-roter Stern montiert mit der Inschrift : "Korrupteste Kandidatin aller Zeiten". 

Der Tweet hatte am Wochenende einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Trump habe ein "offenkundig antisemitisches Bild von rassistischen Websites für seine Kampagne genutzt", nahm Clinton die öffentliche Empörung auf. Dieser Umstand sei bereits "verstörend genug, dass es jedoch Teil eines Musters ist, sollte den Wählern sehr zu denken geben". Statt sich zu entschuldigen, suche Trump nun die Schuld bei anderen, warf Clinton ihrem Konkurrenten zudem vor.

Trump poltert (wieder) gegen die Medien

Trump reagierte mit Vorwürfen gegen die Medien, die er "verlogen" nannte, und gegen Clinton. Der Stern sei ein Sheriffstern. Clinton versuche mit "falschen Angriffen", den abgebildeten Sheriffstern, der ein Symbol für die Verfolgung von Kriminellen sei, in Verbindung mit dem Davidstern zu bringen; das sei "lächerlich". Den Tweet hatte Trump bereits am Samstag vorsorglich löschen lassen. Der sechseckige Stern wurde durch einen roten Kreis ersetzt, die Textbotschaft und die Dollar-Noten aber belassen. Der ursprüngliche Tweet des umstrittenen Milliardärs hatte sich da jedoch im Internet schon verselbständigt und konnte weiter abgerufen werden. 

Trump hatte in den vergangenen Monaten wiederholt mit pauschalisierenden Bemerkungen für Empörung gesorgt. So forderte er unter anderem, Muslimen generell die Einreise in die USA zu verbieten. Zu Beginn seiner Präsidentschaftsbewerbung hatte der Immobilienmilliardär Mexikaner rassistisch beschimpft und erklärt, Mexiko schicke "Vergewaltiger und andere Kriminelle" in die USA.

AFP

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