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Gigantischer Galaxiehaufen Phoenix entdeckt 

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    • 16.08.12
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5,7 Milliarden Lichtjahre entfernt

Entdeckung: Hier entstehen jährlich 700 neue Sterne! 

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Das Südpol-Teleskop SPT hat einen gigantischen Galaxiehaufen der Rekorde entdeckt: Er ist 2000mal größer als die Milchstraße und wächst viel schneller. 

© dpa

Das Pressefoto des Chandra X-Ray Observatory Centers (CXC) zeigt eine zusammengesetzte Darstellung des Galaxienhaufens Phoenix.

US-Forscher haben einen gigantischen Galaxiehaufen entdeckt. Und der bricht gleich mehrere kosmische Rekorde.

Phoenix produziere besonders viele Röntgenstrahlen und bilde mehr Sterne, als alle anderen bekannten Cluster dieser Art, berichtete ein Team um Michael McDonald vom Massachusetts Institute of Technology am Donnerstag. 

Der Haufen ist 2000mal größer als die Milchstraße und lässt jährlich rund 700 Sterne entstehen. Dies ist eine rund 100mal schnellere Vermehrung als in der Milchstraße. Der von uns aus 5,7 Milliarden Lichtjahre entfernte Galaxiehaufen hat zudem die 2,5 billiardenfache Masse der Sonne.

Rekord-Röntgenstrahlen

Die US-Astronomen hatten den Galaxiehaufen mit Hilfe des Südpol-Teleskops SPT erspäht und dessen besondere Eigenschaften daraufhin mit dem Weltraumteleskop Chandra aufgedeckt. So sind die gemessenen Röntgenstrahlen etwa 35% heller als jeder bislang gemessene Wert. 

Beide Rekorde von Phoenix hängen aber auch zusammen, erklärte Markus Landgraf, Physiker von der Europäischen Weltraumagentur (Esa) in Darmstadt. “Durch die Strahlung kühlt sich das heiße Gas im Innern des Clusters ab - und diese Abkühlung lässt Sterne entstehen.“

Forscher: Phoenix ist außergewöhnlich

Auch Landgraf bezeichnete Phoenix als “außergewöhnlich“. Er betont aber auch, dass solche Interpretationen sehr theorielastig seien. “Man weiß ja nicht genau, was darin vorgeht. Man sieht die Strahlung und versucht das zu interpretieren.“ Die Erkenntnisse beruhten auf wenigen Daten und Modellrechnungen. Bislang sei das aber die einzige und beste Methode, solche Objekte zu untersuchen.

dpa/red

Quelle: Rosenheim24.de

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