US-Forscher haben einen gigantischen Galaxiehaufen entdeckt. Und der bricht gleich mehrere kosmische Rekorde.
Phoenix produziere besonders viele Röntgenstrahlen und bilde mehr Sterne, als alle anderen bekannten Cluster dieser Art, berichtete ein Team um Michael McDonald vom Massachusetts Institute of Technology am Donnerstag.
Rekord-Röntgenstrahlen
Die US-Astronomen hatten den Galaxiehaufen mit Hilfe des Südpol-Teleskops SPT erspäht und dessen besondere Eigenschaften daraufhin mit dem Weltraumteleskop Chandra aufgedeckt. So sind die gemessenen Röntgenstrahlen etwa 35% heller als jeder bislang gemessene Wert.
Beide Rekorde von Phoenix hängen aber auch zusammen, erklärte Markus Landgraf, Physiker von der Europäischen Weltraumagentur (Esa) in Darmstadt. “Durch die Strahlung kühlt sich das heiße Gas im Innern des Clusters ab - und diese Abkühlung lässt Sterne entstehen.“
Forscher: Phoenix ist außergewöhnlich
Auch Landgraf bezeichnete Phoenix als “außergewöhnlich“. Er betont aber auch, dass solche Interpretationen sehr theorielastig seien. “Man weiß ja nicht genau, was darin vorgeht. Man sieht die Strahlung und versucht das zu interpretieren.“ Die Erkenntnisse beruhten auf wenigen Daten und Modellrechnungen. Bislang sei das aber die einzige und beste Methode, solche Objekte zu untersuchen.
dpa/red










