Im Streit um die richtigen Antworten auf die Schuldenkrise haben 15 namhafte Volkswirte sich hinter die Beschlüsse des jüngsten Euro-Gipfels gestellt. “Ein gemeinsamer Währungsraum mit freien Kapitalströmen kann ohne eine Europäische Bankenunion nicht sinnvoll funktionieren. Die Beschlüsse auf dem letzten EU-Gipfeltreffen gehen deshalb in die richtige Richtung“, schreiben die Ökonomen in einer am Freitag in Frankfurt veröffentlichten Stellungnahme.
Beatrice Weder di Mauro (Ex-Wirtschaftsweise), Dennis Snower (Präsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft/IfW), Hans-Helmut Kotz (Ex-Bundesbankvorstand) und zwölf weitere Ökonomen gehen damit auf Konfrontationskurs zu der Protestbewegung um den Chef des Münchner ifo Instituts, Hans-Werner Sinn. Etwa 170 deutschsprachige Volkswirte hatten in einem offenen Brief davor gewarnt, dass die geplante Bankenunion neue Haftungsrisiken unter anderem für die deutschen Steuerzahler schaffe.
dpa












