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Gegenaufruf im Ökonomenstreit: Bankenunion sinnvoll

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    • 06.07.12
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Ökonomenstreit: Volkswirte für Bankenunion

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Frankfurt/Main - Im Streit um die richtigen Antworten auf die Schuldenkrise haben 15 namhafte Volkswirte sich hinter die Beschlüsse des jüngsten Euro-Gipfels gestellt.

© dpa

Beatrice Weber di Mauro, Volkswirtin und Ex-Wirtschaftsweise, stellt sich hinter die EU-Politiker. Sie findet eine Bankenunion sinnvoll. Neben ihr sind noch 14 weitere Volkswirte der Meinung.

Im Streit um die richtigen Antworten auf die Schuldenkrise haben 15 namhafte Volkswirte sich hinter die Beschlüsse des jüngsten Euro-Gipfels gestellt. “Ein gemeinsamer Währungsraum mit freien Kapitalströmen kann ohne eine Europäische Bankenunion nicht sinnvoll funktionieren. Die Beschlüsse auf dem letzten EU-Gipfeltreffen gehen deshalb in die richtige Richtung“, schreiben die Ökonomen in einer am Freitag in Frankfurt veröffentlichten Stellungnahme.

Beatrice Weder di Mauro (Ex-Wirtschaftsweise), Dennis Snower (Präsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft/IfW), Hans-Helmut Kotz (Ex-Bundesbankvorstand) und zwölf weitere Ökonomen gehen damit auf Konfrontationskurs zu der Protestbewegung um den Chef des Münchner ifo Instituts, Hans-Werner Sinn. Etwa 170 deutschsprachige Volkswirte hatten in einem offenen Brief davor gewarnt, dass die geplante Bankenunion neue Haftungsrisiken unter anderem für die deutschen Steuerzahler schaffe.

Davor warnen auch die Unterzeichner des Frankfurter Gegenaufrufs: Es dürfe “keinesfalls um eine Vergemeinschaftung der Haftung für Bankschulden“ gehen. “Vielmehr kommt es darauf an, dass die europäische Bankenaufsicht wirksame Durchgriffsrechte auf insolvente Banken in den Krisenländern bekommt.“ Die 15 Ökonomen sind überzeugt: “Nur eine europäische Bankenaufsicht mit weitreichenden Eingriffsrechten kann die enge Bindung zwischen Staats- und Bankfinanzen sowie nationalen Regulatoren wirkungsvoll durchbrechen. Jetzt besteht die Chance, dies umzusetzen und damit einen wichtigen Schritt zur dauerhaften Lösung der Probleme im Euroraum zu machen.“

dpa

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