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Dorfen/Mühldorf: Ramsauer bei Gesprächsrunde zum Bahnausbau München - Mühldorf

Bahnausbau Mühldorf - München schon 2013?

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Dorfen/Mühldorf - Verkehrsminister Ramsauer macht Hoffnung auf einen Ausbau der Bahnstrecke Mühldorf - München im Jahr 2013. In einer Gesprächsrunde wurde das "Gesamtziel" fixiert:

Bundesminister Peter Ramsauer und Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil (v.l.).

© Medienservice Richter

Bundesminister Peter Ramsauer und Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil (v.l.).

Kleine Schritte gehen, ohne das große Ziel aus den Augen zu verlieren: Das war der Tenor einer hochkarätig besetzten Gesprächsrunde zum Thema Bahnausbau München - Mühldorf im Gasthaus z´ Loh bei Dorfen.

„Wo hakt es, wo muss man anschieben?“ – Unter dieser Fragestellung hatte Landrat Martin Bayerstorfer Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer, Bayerns Wirtschafts- und Verkehrsminister Martin Zeil und den DB-Konzernbevollmächtigten Klaus-Dieter Josel um einen kurzen Sachstandsbericht zum Ausbau der Bahnstrecke gebeten. Bayerstorfer skizzierte die Situation für den Landkreis Erding: „Die Bevölkerung in Erding und die Zahl der Pendler nimmt immer weiter zu, der Stau zu Stoßzeiten wird größer. Der Flughafen München hat steigende Zahlen, seine Erschließung über Straße wie Schiene ist unzureichend, er hat keinen Fernbahnanschluss.“ Diese Defizite seien symptomatisch für den Raum östlich des Flughafens.

Bundesverkehrsminister Ramsauer betonte, das Projekt sei unbedingt in ganz große Zusammenhänge einzuordnen, weshalb ihn die Anwesenheit von Ellen Kray sehr freue. Kray ist Beraterin des EU-Koordinators Professor Péter Balázs für die Europäische Eisenbahnachse Paris-Bratislava via München-Mühldorf-Freilassing. Beim Ausbau der Bahnstrecke seien bereits Zwischenetappen erreicht worden.

Ramsauer verwies auf die Inbetriebnahme des zweigleisigen Abschnittes von Ampfing bis Mühldorf und des elektronischen Stellwerkes für Tüßling-Burghausen, wodurch die tägliche Frequenz von 35 auf 61 Züge erhöht werden konnte. Es sei eine spürbare Entlastung erreicht worden. „Prima unterwegs“ sei man auch mit dem Planfeststellungsverfahren für den Abschnitt Mühldorf-Tüßling, das nun in der Anhörung ist. Das Eisenbahnbundesamt hat die Pläne vergangenen Donnerstag verschickt. Wenn alles glatt gehe und keine Klagen kommen, könne der Planfeststellungsbeschluss 2013 ergehen und dann auch 2013 mit dem Bau begonnen werden. Ramsauer: „Wir arbeiten an der Beseitigung der dringendsten Engpässe. Das Gesamtziel bleibt der durchgehende zweigleisige Ausbau und die Elektrifizierung der gesamten Strecke.“

„Verkehrsminister Ramsauer und ich schieben die Fortschritte gemeinsam an“

„Verkehrsminister Ramsauer und ich schieben die Fortschritte gemeinsam an“, hob Bayerns Verkehrsminister Zeil hervor und fügte hinzu, dass diese aus Sicht des Freistaates dennoch nicht weit genug gingen. Es gehe zum einen um die Zukunft einer wirtschaftlich wichtigen Region abseits der Ballungszentren und um 25 000 Arbeitsplätze bei der chemischen Industrie, also konkret um zukünftige Investitionen und weiteres Wachstum dieser für die Region zentralen Branche. Zum anderen sei der Streckenausbau auch elementar für den international bedeutsamen Bahnknoten München und die Flughafenanbindung, die von der Staatsregierung mit Nachdruck vorangetrieben würden. Er appellierte an den Bund, daher endlich die chronische Unterfinanzierung des Bundesverkehrswegeplanes zu beenden. „Dabei sollten innovative Finanzierungsformen wie PPP ernsthaft geprüft werden. Die Strecke nach Burghausen kann ich mir als Pilotprojekt durchaus vorstellen“, so Zeil.

Auch Klaus-Dieter Josel bezeichnete den Güterverkehr als eines der Schwergewichte auf dieser Strecke. Beim Personenverkehr komme man trotz des Einsatzes moderner Doppelstock-Züge an Grenzen. Und schließlich sehe er den dringenden Bedarf, den Flughafenverkehr auf die Schiene zu bringen. „Wir kommen in Etappen voran“, sagte Josel.

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Im Chemiedreieck stehen in den kommenden Jahren Investitionen in Höhe von mehreren hundert Millionen Euro an, wie Dr. Willi Kleine, Werkleiter von Wacker Chemie Burghausen, erläuterte. Das Transportvolumen werde sich auf mehr als sieben Millionen Tonnen erhöhen. Laut Kleine müsse aber nicht nur die Tonnage betrachtet werden, sondern auch das größere Volumen der Güter, da zunehmend verpackte Fertigprodukte versandt werden. Daher sei der Bahnausbau aus Sicht der Industrie dringend erforderlich.

Pressemitteilung Medienservice Richter

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