Maitenbeth - So wenig wie möglich soll festgeschrieben werden für das neue Gewerbegebiet von Maitenbeth an der B12. Nicht erwünscht sind Discos und Spielhallen.
Auch Lagerplätze für Schrott und Abfall soll es dort nicht geben.In der jüngsten Sitzung konnte Maitenbeths Bürgermeister Josef Kirchmaier seinen Gemeinderäten endlich den ersten Entwurf für den Bebauungsplan vorstellen. Mit den Planungen war die Gemeinde aufgrund der Entwicklung der Autobahn sehr lange eingeschränkt. Der Entwurf war erst am Tag der Sitzung durch das Planungsbüro fertiggestellt und an die Gemeindeverwaltung verschickt worden.
Josef Kirchmaier erläuterte Punkt für Punkt den Planungsentwurf. Einige Eckpunkte sind noch anzupassen, diese stimmen nicht mit den Vorstellungen der Gemeinde überein. Das Gewerbegebiet soll "Thal-Süd" heißen und möglichst freizügig gestaltet werden. Geplant ist die Erschließung durch eine Ringstraße. Zwischen den Grundstücken soll eine Baugrenze von drei Metern eingeplant werden.
Für ein Grundstück hat die Gemeinde schon einen konkreten Bauwerber. Ein Grundstück ist in Privateigentum. Neben dem Waldgrundstück muss ausreichend Platz zur Durchfahrt der landwirtschaftlichen Maschinen eingeplant werden. Die Löschwasserversorgung kann durch den Weiher bei Familie Wörndl erfolgen. Das Einverständnis hierfür hat die Gemeinde bereits bekommen.
Einschränkungen soll es allerdings bei verschiedenen Gewerbearten geben. So möchte die Gemeinde keine Lagerplätze für Schrott und Abfall zulassen. Auch Discos und Spielhallen sind nicht erwünscht, ausdrücklich zugelassen sollen aber Betriebe werden, die der Gesundheitsförderung dienen. Laut Geschäftsleiter Tobias Riesch sind Gewerbe, die dem Sport dienen bereits gesetzlich erlaubt. Julia Bartz setzte sich dafür ein, dass sich im Maitenbether Gewerbegebiet kein unmoralisches Gewerbe niederlässt. Josef Kirchmaier besänftige die Befürchtungen: "Soweit ich weiß, sind solche Gewerbe erst ab einer Einwohnerzahl von 50000 erlaubt."
Diskutiert wurde auch über die Arten der Einfriedungen. Ob Zäune oder auch Mauern erlaubt sein sollen und mit welcher Höhe. Schließlich einigten sich die Gemeinderäte darauf, dass nur Zäune errichtet werden dürfen.
Anton Wierer gab zu Bedenken, dass die Gemeinde recht wenig Erfahrung mit der Planung von Gewerbegebieten hat. Bürgermeister Josef Kirchmaier verwies auf die Nachbargemeinden Rechtmehring und Hohenlinden. So sei beispielsweise in Hohenlinden recht wenig geregelt. Von dort lag ein Entwurf für das Gewerbegebiet "Altmühlhausen" vor. Geschäftsleiter Tobias Riesch unterstützte mit einigen Beispielen aus der Gemeinde Rechtmehring und schlug vor, so wenig wie möglich festzuschreiben. Mache die Gemeinde zu viele Vorgaben, hielten sich entweder die Gewerbebetriebe nicht daran oder man finde erst gar keine Käufer für die Grundstücke.
Zum Abschluss der Diskussionen schlug Bürgermeister Josef Kirchmaier vor, die besprochenen Änderungen und Wünsche vom Planungsbüro einarbeiten zu lassen. Dieser überarbeitete Entwurf des Bebauungsplanes wird dann zeitnah an die Gemeinderäte verschickt, sodass dann mit einem Beschluss in der nächsten Gemeinderatssitzung ins Verfahren gestartet werden kann.
ret/Wasserburger-Zeitung
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