Mühldorf/Dorfen - Minister, Landräte, Bundestagsabgeordnete, dazu Bayerns Bahnchef, Bürgermeister und Wirtschaftsvertreter: Zur Bahnkonferenz kamen viele hochrangige Teilnehmer.

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Großer Bahnhof: Als vor gut einem Jahr das zweite Gleis bei Ampfing eingeweiht wurde, herrschte nicht nur bei Minister Ramsauer (vorne links) Freude. Die ist inzwischen einmal mehr der Erkenntnis gewichen, dass es viel zu langsam vorangeht.
Drei Minister, drei Landräte, drei Bundestagsabgeordnete, dazu Bayerns Bahnchef, Bürgermeister und Wirtschaftsvertreter: Bei der gestrigen Bahnkonferenz kamen so viele hochrangige Teilnehmer wie lange nicht. Neuigkeiten gab es trotzdem nicht.
Trotzdem geht es weiter sehr, sehr langsam voran. Für den Ausbau bis Tüßling besteht Hoffnung, dass die Gleise 2016 fertig sind. Die benötigten 125 Millionen Euro sind zwar immer noch nicht verbrieft, Umweltminister Huber hat aber keinen Zweifel, dass das Geld fließt, sobald Baurecht herrscht (siehe Kasten).
Mühldorfs Bürgermeister Günther Knoblauch erinnert sich an die Wortwahl des Ministers genau. "Baldmöglichst hat er gesagt", betont Knoblauch, "bei der Einweihung der Ehringer Brücke im August war es ,zeitnah'", so Knoblauch.
Mangels Konkretem bleibt von dem Treffen vor allem ein politisches Signal, glaubt Umweltminister Dr. Marcel Huber: "Die Geduld der Anwesenden währt nicht ewig." Bürgermeister Knoblauch warnte vor der Vernachlässigung des Schienenausbaus, der eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe sei: "Wenn wir wegen Transportproblemen in eine Rezession geraten, können wir auch unser soziales Netz nicht aufrecht erhalten."
hon/Mühldorfer Anzeiger
Wie Bundestagsabgeordneter Stephan Mayer mitteilt, kann das Anhörungsverfahren zum zweigleisigen Ausbau der Bahnstrecke im Abschnitt Altmühldorf-Tüßling beginnen. Bahnvertreter hatten bei der Verkehrskonferenz in Dorfen erklärt, dass das Eisenbahn-Bundesamt letzten Freitag die geprüften Planungsunterlagen an die Regierung von Oberbayern gesandt hat.
MdB Mayer will in den nächsten Monaten darauf dringen, dass der möglichst engste Terminplan beim weiteren Ablauf zum Tragen kommt und hofft, dass alle Maßnahmen, u.a. die des Lärmschutzes einvernehmlich geregelt werden können, so dass es zu keinen Klagen gegen den Planfeststellungsbeschluss kommt.
Der Abgeordnete: "Die Verpflichtung gegenüber der chemischen Industrie, den Ausbau bis 2015/2016 fertig zu stellen, muss für alle oberste Priorität haben. Das heißt Planfeststellungsbeschluss und Baubeginn im Jahr 2013."
Wie Mayer betont, hat Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer seine Zusage erneuert, die notwendigen Mittel in Höhe von 127 Millionen Euro für den Bau zur Verfügung zu stellen. Diese sind im laufenden Investitionsrahmenplan des Bundes verankert.
gö/Pressemitteilung Bundestagsabgeordneter Stephan Mayer
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