Gars - Rund 20 Millionen Euro will man investieren, um das Öko-System des Inns zu erhalten. Umfangreiche Maßnahmen zur Renaturierung sollen mit dem Geld umgesetzt werden.
Die Firma VERBUND startet mit umfangreichen ökologischen Verbesserungsmaßnahmen in den Staugebieten am Inn. Grundlage dafür ist eine Vereinbarung zwischen der VERBUND Innkraftwerke GmbH mit dem Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit, welche den Rahmen für eine mehrjährige Partnerschaft vorgibt.
Die darin für die kommenden Jahre festgelegten Renaturierungsmaßnahmen umfassen unter anderem Entladungen und Anbindungen von Altwässern, die Schaffung von Brutinseln für seltene Vögel sowie von Laichplätzen für Fische und Amphibien. Die ökologische Durchgängigkeit an den Staustufen wird bis 2015 hergestellt. "Der Inn beherbergt eine einzigartige Artenvielfalt. Diese muss auch für die Zukunft erhalten bleiben", so Umweltminister Dr. Marcel Huber. Der Inn und seine Auen seien Heimat von zahlreichen seltenen Tier- und Pflanzenarten wie Nachtreiher, Äschen oder Wiesenenzian. „Bei unserem Erwerb der Innkraftwerke haben wir zugesagt, die langjährige Partnerschaft mit der Region auch durch geeignete Maßnahmen zu festigen. Als einer der größten Betreiber von Wasserkraftwerken wissen wir um unsere Verantwortung für die sensiblen Gewässerlebensräume “, so Dr. Ulrike Baumgartner-Gabitzer, Aufsichtsratsvorsitzende der VERBUND Innkraftwerke GmbH, „Daher standen wir den Vorschlägen des Staatministeriums für Umwelt und Gesundheit zur Verbesserung des ökologischen Systems am Inn von Anfang an aufgeschlossen gegenüber. Der Abschluss einer Vereinbarung sollte den Rahmen dazu bilden.“
Mehrjähriges Maßnahmenpaket zur Verbesserung des „Öko-Systems Inn“
Im Rahmen der Verlängerung der wasserrechtlichen Bewilligung für die Innkraftwerke Wasserburg, Teufelsbruck und Gars wurde zwischen dem Freistaat Bayern und der VERBUND Innkraftwerke GmbH eine Vereinbarung geschlossen, die für die kommenden zehn Jahre eine umfassende Verbesserung des Naturraumes am Inn vorsieht. Diese umfasst unter anderem ökologische Maßnahmen im und am Inn sowie Unterstützungen bei Inn-relevanten Infrastruktureinrichtungen in einem Gesamtumfang von rund 10 Millionen Euro. Weitere 10 Millionen Euro werden durch die Verbund Innkraftwerke GmbH zur Herstellung der ökologischen Durchgängigkeit an den Staustufen Rosenheim bis Stammham umgesetzt.
Erste Maßnahmen noch im Winter 2011/2012
Seit Ende 2011 liegen die wasserrechtlichen und naturschutzfachlichen Genehmigungen für die ersten Maßnahmen zur Verbesserung der Gewässerstrukturen, der Fischfauna und der Aulandschaften in den Stauräumen Wasserburg, Teufelsbruck und Gars vor. „Um die Belastung für die Umwelt möglichst gering zu halten und um sicherzustellen, dass die Natur in der kommenden Brut- und Laichzeit den geschaffenen Lebensraum aktiv besiedeln kann, erfolgt die Umsetzung in der Winterzeit“ stellt Dr. Ulrike Baumgartner-Gabitzer fest. Die Arbeiten haben an mehreren Stellen von Wasserburg bis Gars unmittelbar nach Vorliegen der Genehmigung im Dezember 2011 begonnen, der erste Teil der Arbeiten soll mit Ende Februar beendet sein. Weitere Maßnahmen, v.a. in der Freihammer Aue bei Wasserburg sind für den Herbst 2012 vorgesehen. Die Kosten der derzeitig in der Ausführung befindlichen Maßnahmen belaufen sich auf etwa 350.000 Euro.
Zusammenarbeit mit allen Beteiligten
Das für 2012 vorgesehene Maßnahmenpaket wurde in enger Abstimmung mit den zuständigen Behörden, der Regierung von Oberbayern, Verbänden und Initiativen sowie den Fischereivereinen ausgearbeitet. Zum Teil wurden auch initiierte Projekte der Fischereivereine übernommen. Alle Maßnahmen stehen im Einklang mit den Erhaltungszielen des FFH-Gebietes.
Pressemitteilung Verbund Innkraftwerke GmbH
Rubriklistenbild: © dpaBestimmen Sie auf der Karte die Region, aus der Sie Nachrichten angezeigt bekommen möchten.



Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!
Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.
Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.
Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.