
Erharting/Mühldorf - Deutliche Worte im Streit um Netto-Logistikzentrum: Jetzt wehren sich Mühldorf und Erharting gegen die Aussagen von Altöttings Landrat.
Erhartings Bürgermeister Georg Kobler wählte gestern deutliche Worte: "Ich bin sehr verärgert darüber, dass Altöttings Landrat Erwin Schneider sich in ein laufendes Verfahren einschaltet, obwohl er gar nicht betroffen ist." Mühldorfs Bürgermeister Günther Knoblauch nannte die Aussagen Schneiders politisch bedingt und sprach von "unverständlicher Hysterie". Schneider hatte vor dem Altöttinger Kreistag die Chancen auf den Bau eines Netto-Logistikzentrums auf höchstens fünf Prozent beziffert ohne Gründe für seine Aussage anzugeben.
Walter Gruber, Leiter der Verwaltungsgemeinschaft Rohrbach, bestätigte, dass das fehlende Lärmgutachten bis Freitag vorliegen werde. Erst danach werde sich die Regierung äußern. "Bis jetzt gibt es keine endgültige Stellungnahme", wies Gruber die Spekulationen von Altöttings Landrat Schneider zurück. Der Erhartinger Gemeinderat entscheidet heute Abend über die Zulassung eines Bürgerbegehrens gegen den Bau des Logistikzentrums.
hon/Mühldorfer Anzeiger
Rubriklistenbild: © Netto AG & Co. KG/erharting.de


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