Mühldorf - Nach dem schlimmen Bahnunfall bei Frixing am Montagabend, bei dem eine 59-Jährige aus dem Landkreis Altötting getötet wurde, ist die geschockte Lokführerin vorerst krankgeschrieben. *Polizeimeldung*
Am Montag gegen 18.20 Uhr war eine eine 59-jährige Frau aus dem Landkreis Altötting mit ihrem Toyota Corolla auf der Kreisstraße Mü 33 von Erharting kommend in Richtung Mößling unterwegs. Am Bahnübergang wurde die Toyota-Fahrerin nach ersten Polizei-Erkenntnissen vermutlich durch die tiefstehende Sonne so geblendet, dass sie das rote Blinklicht sowie die funktionstüchtigen Halbschranken übersah.

Videobeschreibung (+Laufzeit oder Datum siehe Original).
Das Auto wurde von einem aus Richtung Neumarkt St. Veit kommenden Regionalzug erfasst und trotz sofort eingeleiteter Sofortbremsung noch ca. 300 m mitgeschleift bevor der Zug zum Stehen kam. Bei dem Aufprall wurde die Toyotafahrerein vermutlich sofort getötet. Der Regionalzug war zum Unfallzeitpunkt mit ca. 15 Fahrgästen besetzt, wobei keiner durch den Unfall verletzt wurde.
Auf durchschnittlich zehn bezifferte die SOB die Bahnübergangsunfälle jährlich. Der Bahnübergang bei Frixing gilt als einer der sichersten, er wurde 2008 mit Blinkanlage und Halbschranke erneuert. „Er entspricht dem modernsten Standard“, sagte Kraller. Höhere Sicherheit könne nur eine Unterführung bieten.
Die Bahnstrecke war am Montag bis ca. 22 Uhr komplett gesperrt. Es waren mehrere Feuerwehren der umliegenden Gemeinden, Mitarbeiter des Kriseninterventionsteams und ein Seelsorger im Einsatz.
Feuerwehrleute berichteten nach dem Einsatz, von gut zwei Dutzend Gaffern, die – zum Teil mit Ferngläsern ausgerüstet – zum Unfallort kamen. Angelockt vom Hubschrauber oder dem Hinweis auf die gesperrte Bahnstrecke fuhren samt Kindern mit dem Auto oder dem Fahrrad vor. „Erstaunlich, wie viele Leute plötzlich in Frixing wohnen“, erzählte ein Mößlinger Feuerwehrler von den Versuchen, die Absperrungen der Feuerwehr zu überwinden.
Lesen Sie dazu morgen mehr im Mühldorfer Anzeiger.
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