Die in Deutschland angewandte Therapie gegen Toxoplasmose in der Schwangerschaft ist einer Studie zufolge wirkungsvoll. Sie ist zum Teil sogar effektiver als andere in Europa verbreitete Behandlungen, wie aus der Untersuchung unter Leitung von Uwe Groß von der Universitätsklinik Göttingen hervorgeht. Je früher die Therapie beginnt, umso besser wirkt sie, heißt es in der im Fachblatt „Clinical Infectious Diseases“ veröffentlichten Arbeit.
Infiziert sich eine Frau während der Schwangerschaft mit Toxoplasmose, kann dies beim Kind dauerhafte Fehlbildungen zur Folge haben. Oft verläuft die Infektion allerdings unbemerkt, ein Bluttest bringt Aufklärung. Zeigt dieser an, dass eine frische Infektion vorliegt, wird in Deutschland in der Regel über mindestens vier Wochen eine Therapie mit bestimmten Medikamenten durchgeführt. In anderen europäischen Ländern wird die Toxoplasmose in der Schwangerschaft meistens anders behandelt als hierzulande.
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Toxoplasmose gehört zu den weltweit häufigsten Infektionskrankheiten, die durch Parasiten verursacht werden. Anstecken kann man sich zum Beispiel durch den Verzehr von unzureichend erhitzten Fleischprodukten infizierter Tiere oder durch den Kontakt mit infizierten Katzen. Bei gesunden Erwachsenen verläuft eine Infektion in der Regel ohne Symptome.
(Quelle: „Clinical Infectious Diseases“, 2012 Jun;54(11), S. 1545-52)
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