Das Durchschnittsalter eines Autos in Deutschland liegt bei 8,3 Jahren. Otto Weymanns VW Käfer übertrifft diese Statistik bei weitem. Der Wagen wurde am 20. Mai 1942 gebaut - also vor genau 70 Jahren. „Das ist eine Sensation, dass er 70 Jahre lang läuft und immer noch TÜV bekommt“, sagt der pensionierte Gold- und Silberschmiedemeister aus dem nordhessischen Fuldatal-Simmershausen.
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„Spannend ist aber auch die Historie der Besitzer“, betont Buckmann. Die liest sich düster: Am 20. Mai 1942 als sogenannter Kübelwagen gebaut wurde er am 22. Mai an das Heereszeugamt in Kassel ausgeliefert. Von dort aus ging er zur Wehrmacht nach München. Das Auto war drei Jahre lang der Einsatzwagen des Standortkommandanten am Flughafen München-Riem, erzählt Weymann. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs kam das Auto in die Hände der amerikanischen Besatzer, bevor es 1950 an einen Karosseriebaumeister in München verkauft wurde.
Einige Besitzer, darunter auch ein Barmusiker aus München, hatte das Auto noch, bevor Weymann es 1975 erstand. Der wegen des geteilten Heckfensters auch „Brezel“ genannte Wagen bekam eine neue Lackierung - nämlich seine ursprüngliche, Fliegergrau. Und er wurde neu gepolstert. So fährt Weymann seit 37 Jahren damit regelmäßig zum Einkaufen. Vor fünf Jahren, als der Wagen sein Wochenende stand ein Käfertreffen im Odenwald an. „Er hat durchgehalten“, sagt Weymann.
Von Timo Lindemann, dpa


© dpaKäfer-Fan Weymann hat 1975 rund 2.700 Mark (1380 Euro) für das Auto gezahlt.









© dpaSeit 37 Jahren fährt Weymann damit regelmäßig zum Einkaufen
© dpa"Da ist kein Rost dran"












