Was heißt Merchandising, was genau macht die Stadtmarketing GmbH und warum steht die neue Chefin auf mittelalterliche Kampfsportarten?
Sonja Goschy ist seit Kurzem die neue Chefin der Stadtmarketing GmbH. Im Rathaus stellte sie sich den Fragen der jungen Reporter, die im Rahmen des Ferienprogramms die Waldkraiburger Nachrichten besuchten. Am Morgen machten sie eine "Redaktionskonferenz" mit Redakteurin Andrea Klemm und überlegten sich interessante Fragen für das Interview.
Simon, neun Jahre: Wie lange braucht das Stadtmarketing, um das Stadt-Infoheft zu erstellen? "Wir arbeiten den ganzen Monat an dem Heft". Wie oft erscheint das Infoheft?, will er außerdem wissen. Es werde zehnmal im Jahr an alle Haushalte verteilt.
Johanna (14) fragt nach den Aufgaben der Stadtmarketing GmbH? "Sie vermittelt die Stärke der Stadt und sie vermarktet Waldkraiburg", erklärt ihr Goschy. So kümmert ihr Team sich beispielsweise um Werbegeschenke, geht auf Messen, stellt beispielsweise das Haus Sudetenland als Jugendherberge vor. Es macht das monatlich erscheinde Stadt-Infoheft, erstellt Flyer, Plakate und versucht in Gesprächen, neue Betriebe nach Waldkraiburg zu holen.
Seit wann gibt es das Stadtmarkting? Die Anfänge liegen im Jahr 1992, da entwickelte sich das Marketingprojekt und im Jahr 2005 wurde die Stadtmarkting offiziell gegründet. Welchen Beruf hat Sonja Goschy vorher gemacht? Sie war Lektorin und hat Bücher Korrektur gelesen. Sie ist seit 2008 beim Stadtmarkting. Ihre Familie stammt aus dem Banat. Im Alter von eineinhalb Jahren ist sie nach Waldkraiburg gekommen. "Eine typische Waldkraiburger Geschichte", lacht Goschy.
"Wie schaffen Sie es, bei Ihrem stressigen Job bei diesem Verein mitzuarbeiten?" Gerade bei einem stressigen Job brauche sie immer wieder Erholung und gerade das Bogenschießen ist für sie sehr entspannend.
Thomas (12) frägt: "Wer erfindet die Werbegeschenke?"
Goschy erklärt, dass sie die "Merchandising"-Artikel aus einem Katalog auswählt. Sie achtet darauf, dass die Produkte zu Waldkraiburg passen, wie etwa der kleine Holzkreisel. Da überlegt man sich den passenden Slogan, wie "Bei uns geht's rund".
Natalie (12): Mit wem muss sich das Stadtmarketing absprechen? Goschy sagt, mit der Stadt, den Wirtschaftsverbänden und den städtischen Gesellschaften.
Ronald (13): Warum haben Sie Germanistik studiert und nicht BWL oder Marketing? "Ich hatte eigentlich nicht vor, zum Stadtmarketing zu gehen, Germanistik gefiel mir. Ich wollte Pressearbeit machen und so bin ich hier gelandet. Ob mir der Beruf Spaß macht? Ja, weil er sehr abwechslungsreich ist und mir nie langweilig wird."
Robert (11): Welche Firmen besuchen Sie und welche Politiker sind dabei? "Einmal im Jahr versuchen wir die ganz großen Firmen zu besuchen, z.B. die TPE oder Dickow. Und immer mit dem Bürgermeister. So bleibt man in engem Kontakt mit den Unternehmen und erfährt etwa Probleme." Sie erklärt aber auch, dass sie als Stadtmarketing politisch neutral sein müssen.
Robert hat die Anregung, die Spielplätze mit Schaukelpferden in Form der Waldkraiburger Ws zu gestalten. Die TPE könnte den Gummi liefern. Goschy gefiel die Idee. Sie will es dem Bauhof vorschlagen und schauen, was das Ganze kostet. Robert will außerdem wissen, was das "GmbH" als Anhängsel bedeutet und bekommt erklärt, dass es eine Gesellschaftsform in der freien Wirtschaft ist. Die Regeln sind nicht so streng und man haftet mit viel weniger Geld.
kla/hsc/Mühldorfer Anzeiger


© tofDem Redakteur über die Schulter geguckt: (von links) Johanna, Vroni neben Redakteur Harald Schwarz; dazu Simon, Lorin, Ronald, Thomas, Natalie, Maria-Theres und Robert. Die Ferienreporter schauen beim Layouten zu.
© tofDie Aufgaben des Stadtmarketings sind sehr vielseitig und doch mit einem Satz erklärt: "Waldkraiburg soll bekannter werden". Die neue Geschäftsführerin Sonja Goschy (links vorne) zeigt den Ferienreportern, was dazu nötig ist.








