Zwei Durchfahrtsstraßen bleiben hell

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Die Laternen am Marktplatz und einigen Durchfahrtsstraßen sollen nun doch leuchten. Den Großteil der Straßenbeleuchtung will die Gemeinde Kraiburg aber nachts zwischen 1 und 5 Uhr abschalten.

Kraiburg - Die Gemeinde Kraiburg bleibt dabei, die Straßenlaternen nachts zwischen 1 und 5 Uhr abzuschalten. Es gibt aber auch Ausnahmen! 

Dieser Beschluss wurde in der jüngsten Gemeinderatssitzung auf Vorschlag des amtierenden Bürgermeisters Dr. Herbert Heiml allerdings modifiziert: Einige Durchfahrtsstraßen mit Engstellen bleiben beleuchtet.

Von den kontroversen Diskussionen über das Abschalten der Straßenbeleuchtung zur Nachtzeit ist Herbert Heiml nicht überrascht. Sie ändern nichts daran, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen. Nach Rücksprache mit Versicherungen und dem Gemeindetag schlug er dem Gemeinderat aus rechtlichen Gründen aber vor, einige Durchfahrtsstraßen weiter zu beleuchten. Eine Komplettabschaltung sei juristisch zwar möglich, so Heiml. Um aber auf der "ganz sicheren Seite" zu sein, hält er die Modifizierung für sinnvoll. Sieben Gemeinderäte stimmten für diesen Vorschlag, vier waren für eine Totalabschaltung.

Damit wird der Bereich von der Aukapelle über die Langgasse zum Marktplatz bis hinauf zum Schulberg (Bushäuschen am Hardtberg) ebenso beleuchtet werden wie der Seitenarm von der Bäckerei Hartl auf der Guttenburger Straße etwa bis Nussbichl und die Brunngasse. Dies macht laut Heiml etwa fünf bis zehn Prozent der Straßenbeleuchtung aus. Mit Eon ist diese Modifizierung bereits abgestimmt. Darüber hinaus werden auch einige Laternen außerhalb des genannten Bereichs nachts im Betrieb bleiben, weil es technisch zu aufwändig und damit zu kostspielig wäre, die Schaltkreise abzukoppeln, wie es hieß.

Dass mit dem Abschalten der Straßenbeleuchtung in einer dreimonatigen Testphase nicht Anfang August begonnen werden konnte, ist für Heiml nicht überraschend. Dazu waren zu viele Vorbereitungen nötig, neben der Abstimmung mit Stromversorger Eon ist die Kennzeichnung aller abgeschalteten Laternen mit einer Banderole erforderlich. Die Kosten dafür betragen 1000 Euro. Heiml räumte allerdings ein, dass auch er nicht mit einer so großen Verzögerung gerechnet hatte.

Bislang seien zwei größere Siedlungen, Ensdorfer Wiese und Hardtberg, abgeschaltet, sagte er in der Gemeindratssitzung.

Der amtierende Bürgermeister äußerte Verständnis für Kritik. Es gebe aber auch Anrufer, die nachfragen, wann in ihrer Straße endlich abgeschaltet wird, und sich zustimmend über die Maßnahme äußern, die den Gemeindefinanzen "gut tut" und der beschlossenen Energiewende entspricht. Die Gemeinderäte informierte er, dass von dem Anwalt, der rechtliche Schritte gegen das Abschalten angedroht hatte, kein weiteres Schreiben bei der Gemeinde eingegangen sei.

Grundsätzlich gegen das Abschalten sprach sich Alfons Wastlhuber aus. "Das subjektive Sicherheitsempfinden der Bürger liegt mir am Herzen", so seine Begründung. Die Maßnahme bringe pro Jahr etwa drei bis vier Euro pro Bürger an Einsparung. Dazu Heiml mit Verweis auf dringend notwendige Anschaffungen für den Bahuhof: "Nach zehn Jahren ist das schon wieder ein neuer Unimog."

hg/Waldkraiburger Nachrichten

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