Warten auf salomonisches Urteil

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Repro: So könnte die zukünftige Ausfahrtbeschilderung aussehen.

Waldkraiburg - Bürgermeister Klika ist sprachlos. Konkret geht es um die Stellungnahme der Gemeinde Ampfing in Bezug auf die Autobahnausfahrten. Die Stadt möchte, dass sie nach Waldkraiburg benannt werden - nicht so aber Ampfing!

Die Nachbargemeinde sieht das als dreisten Versuch, Ampfing herabzuwerten.

"Dieser Brief hat es in sich", sagt Bürgermeister Siegfried Klika im Stadtentwicklungs-, Bau- und Umweltausschuss. Da sehe man, wie die umliegenden Gemeinden die Bedeutung Waldkraiburgs werten.

Die Gemeinde Ampfing verstehe die Forderung, die Anschluss-Stellen nach Waldkraiburg zu nennen, als dreisten Versuch, dies auf Kosten Ampfings durchzusetzen, las Klika die Stellungnahme vor. Man wolle die Bedeutung Ampfings herabsetzen, daher halte Ampfing an der bestehenden Planung fest.

Es sei der Haltung Ampfings zu verdanken, dass die A 94 südlich ihrer Gemeinde verlaufe, andernfalls hätte Waldkraiburg einen großen Standortnachteil. In dem Brief wurde ausdrücklich auf die politische Brisanz dieses Themas hingewiesen.

"Natürlich sehen wir ein, dass Ampfing kein unbedeutender Wirtschaftsstandort ist. Aber wir sind einfach der größere Ort", so Klika und fügt hinzu "wo gibt's denn sowas, dass eine so bedeutende Stadt wie Waldkraiburg darum kämpfen muss, benannt zu werden? Außer vielleicht die Schwesterstädte".

Eine Nachfrage bei der Autobahndirektion hat ergeben, dass noch keine Entscheidung gefallen sei. "Das Anhörungsverfahren läuft noch", sagt Nadine Lewandowski von der Pressestelle. Derzeit gehen die Stellungnahmen der beteiligten Verwaltungen ein und werden aufbereitet. Wenn alle eingegangen seien, werde es ein gemeinsames Gespräch geben.

Kann Landratsamt ein Machtwort sprechen?

"Für uns wären beide Benennungen der Anschluss-Stellen möglich", so Lewandowski. Also "Ampfing" und "Heldenstein" oder "Waldkraiburg-West" und "Waldkraiburg-Ost". Die Entscheidung weile jetzt beim Landratsamt. "Es liegt jetzt bei denen, was sie sich vorstellen können", so die Sprecherin der Autobahndirektion.

Muss nun auf ein salomonisches Urteil gewartet werden? Landrat Georg Huber versucht, sich diplomatisch in dieser heiklen Frage auszudrücken.

Über seine Pressesprecherin Julia Hausmann lässt er wissen, dass man sich in den nächsten Monaten mit der Autobahndirektion, der Obersten Baubehörde und der Regierung von Oberbayern zusammensetzen wird. Man werde den Entwurf besprechen und diesen dann zusammen mit den betroffenen Städten und Gemeinden erörtern.

kla/Waldkraiburger Nachrichten

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