Wiesn-Bilanz

"Man muss nicht immer Rekorde brechen"

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Bier, Brotzeit und gute Stimmung im Festzelt, Fahrgeschäfte für die Kleinen und für die, die es etwas wilder mögen, und traditionelle Höhepunkte wie der große Wiesneinzug: Das Waldkraiburger Volksfest präsentierte sich auch heuer wieder von seiner besten Seite. Einzig die Hitze trübt die Bilanz
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Waldkraiburg - Weniger Bierdurst bei großer Hitze: Die Bilanz des Festwirts ist durchwachsen. Insgesamt fällt das Fazit für das Waldkraiburger Volksfest aber positiv aus.

Die Hitze machte beim diesjährigen Waldkraiburger Volksfest wohl allen zu schaffen. Wirte, Schausteller und Fieranten spürten die hohen Temperaturen aber nicht nur körperlich. Auch wirtschaftlich wirkte sich das hochsommerliche Wetter aus.

Impressionen vom Feuerwerk:

Besucher trinken mehr Wasser und Radler

Für Festwirt Jochen Mörz lässt sich die Bilanz auf ein Wort herunterbrechen: "heiß". Ein heißes Volksfest ist gerade für den Zeltbetrieb ein schwieriges Volksfest, und so zieht Mörz eine durchwachsene Bilanz. Prinzipiell seien hochsommerliche Temperaturen nicht gut für ein Volksfest, und gerade mit dem Bierzelt verbinde man noch mehr Hitze, "weil man sagt, es ist so dampfig im Bierzelt", erklärt der Festwirt. Mit dem Mittagstisch von Montag bis Donnerstag ist Mörz zufrieden, doch am Abend lief das Geschäft eher bedächtig an, viele Leute gingen später als sonst ins Zelt. "Der Biergarten war immer schnell gut besucht und voll. Das Zelt hat sich dann später gefüllt", so Mörz.

Die Hitze hatte freilich auch Auswirkungen auf den Umsatz. "In der Küche ist es auch weniger, aber bedeutender ist der Bierabsatz, den wir verloren haben." Bei hohen Temperaturen trinke man halt nicht mal eben zwei, drei Mass. "Da trinke ich erstmal vielleicht ein Wasser für den Durst und dann vielleicht eine Radlermass", erklärt der Festwirt.

Schausteller: Einbußen gegenüber Vorjahr

Was die Schausteller unter anderem zu bieten hatten, sehen Sie im Fahrgeschäftetest!

Auch die Schausteller bekamen das Wetter zu spüren. "Natürlich haben wir gegenüber letztem Jahr Einbußen. Da spielen natürlich auch die heißen Tage eine Rolle. Und auch gerade, wo die Leute gekommen wären, haben wir das schwere Gewitter gehabt", erklärt Schaustellersprecher Dieter Rilke. Negativ falle die Bilanz der Schausteller aber nicht aus, sondern "eher positiv". Manche hätten weniger, manche mehr Geschäft gemacht, was völlig normal sei. "Man muss ja nicht immer Rekorde haben", sagt Rilke. Im Großen und Ganzen könne man zufrieden sein. "Der Norbert Meindl hat wieder ein großartiges Fest auf die Beine gestellt."

"Ois war guad, ois war schee"

Norbert Meindl von der Stadt Waldkraiburg, der Volksfestbürgermeister, bei dem alle Fäden zusammenlaufen, zieht unterm Strich ebenfalls ein positives Fazit. "Wir hatten ein zu heißes, aber wunderschönes Volksfest", sagt Meindl. Tagsüber seien die Freibäder und Seen Konkurrenten gewesen, aber man sei trotzdem "sehr zufrieden", das Volksfest sei "absolut klasse" gelaufen. Meindl lobt auch das "sehr attraktive" gastronomische Konzept, das "voll aufgegangen" sei. Nach seinem persönlichen Höhepunkt gefragt, kommt Meindl ins Grübeln: "Das kann ich spontan gar nicht sagen - weil ois guad war und ois schee war!" Besonders in Erinnerung geblieben ist Meindl das "viele ehrliche Schulterklopfen, die ehrliche Zufriedenheit der Besucher".

Polizeichef: "Eine friedliche Wiesn"

Die ausführliche Volksfestbilanz der Polizei finden Sie hier!

Die Bilanz der Polizei fällt sogar sehr gut aus. Bis auf eine "kleinere Rangelei" und einen "kleinen Randalierer", der gemeint habe, er müsse auf dem Volksfest eine Scheibe einschlagen, habe es auf dem Festgelände keine Vorfälle gegeben, so Polizeichef Georg Marchner. Ab und an musste die Polizei eine "Alkoholleiche" nach Hause bringen. "Aber ansonsten ist es wirklich total friedlich geblieben." Bei keinem einzigen schwerwiegenden Körperverletzungsdelikt nach neun Tagen (Anmerkung: Marchner gab am Montagvormittag Auskunft, d. Red.) könne man getrost von einer friedlichen Wiesn sprechen.

Einige der schönsten Bilder 2015:

Der Auftakt:

Anzapfen und Festzelt beim Waldkraiburger Volksfest

Festzug beim Waldkraiburger Volksfest (1)

Festzug beim Waldkraiburger Volksfest (2)

Das Promischießen:

Das Promischießen auf dem Waldkraiburger Volksfest

Der Frühschoppen:

Frühschoppen am Sonntag beim Waldkraiburger Volksfest

Der Kinderfestzug:

Kinderfestzug auf dem Festplatz

Rundgänge und Streifzüge:

Volksfest am Dienstag

Rundgang am Sonntag

Weißbierkarussell am Samstag

Sternenezelt am Freitag beim Waldkraiburger Volksfest

Volksfest am Donnerstag (1)

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Volksfest-Infos

Auf dem Festplatz (8.-18.07.2016):

- Wiesneinzug: 8. Juli ab 17.45 Uhr

- O'zapfa: 8. Juli um 18 Uhr in der Alpenland-Festhalle durch Bürgermeister Robert Pötzsch.

- Bierpreis: 8,10 € pro Mass (Graf Toerring)

- Kindertag: 12. Juli, ab 14.30 Uhr alle Fahrten für Kinder zum halben Preis sowie großes Kinderprogramm in der Alpenland-Festhalle

- Kinderfestzug: 14. Juli ab 14.30 Uhr, vom Rathausvorplatz zum Volksfest

- Musikfeuerwerk: 18. Juli ab ca. 22.30 Uhr

Waldkraiburg: Montagabend vor dem Feuerwerk

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