Petition an den Landtag übergeben

Sitzplatzpflicht: Über 20.000 Unterstützer

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Eine Petition fordert die Einführung der Sitzplatzpflicht in bayerischen Schulbussen.
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München/Waldkraiburg - Kommt sie vielleicht tatsächlich, die Sitzplatzpflicht in Schulbussen? Eine entsprechende Petition wurde jetzt dem Bayerischen Landtag übergeben.

Der Bericht eines Radiosenders über vermeintlich überfüllte Schulbusse, unter anderem in Waldkraiburg, hat eine breite Debatte über die Sicherheit von Schulbussen losgetreten. An ihrem Ende könnte vielleicht die Einführung der Sitzplatzpflicht stehen. Jetzt würde dem Bayerischen Landtag eine entsprechende Online-Petition übergeben - sie hat über 20.000 Unterstützer.

Verkehrsausschuss wird die Eingabe prüfen

Dominik Heuwieser, Initiator der Petition.

Initiator der Petition ist der Nachwuchspolitiker Dominik Heuwieser. Der 28-jährige Elektrotechniker ist in der FDP und kandidiert in seinem Heimatlandkreis Rottal-Inn auf der Liste der UWG für den Kreistag und auf der Liste der FWG für den Gemeinderat Unterdietfurt. "Erst wenn wir eine Rechtsgrundlage haben, welche die stehende Beförderung von Schülern ausschließt, und die Kostenübernahme klar geregelt ist, wird sich an der Sicherheitssituation in den Schulbussen etwas ändern", erklärte Heuwieser, als er im Bayerischen Landtag die Petition an Landtagsvizepräsidentin Inge Aures überreichte. "Die Schulbusunfälle in der Vergangenheit haben bewiesen: Es besteht dringender Handlungsbedarf", so Heuwieser.

Bei Gelegenheitsfahrten wie etwa Klassenreisen dürften schließlich auch nur Sitzplätze genutzt werden. Dieser Widerspruch ist schlicht "paradox" für Heuwieser. "Es entbehrt jeglicher Logik und Vernunft, dass diese Anforderungen in der täglichen Schülerbeförderung nicht gelten."

Nach Angaben des FDP-Politikers werde der Landtag die Staatsregierung nun zu einer Stellungnahme auffordern. Anschließend werde die Eingabe vom Ausschuss für Wirtschaft und Medien, Infrastruktur, Bau und Verkehr, Energie und Technologie behandelt. Der Ausschuss habe dann die Möglichkeit, die Petition abzulehnen oder zur Beratung an den Landtag und weitere betroffene Ausschüsse weiterzuleiten.

Müssen vielleicht auch die Schüler dazulernen?

Der Landtag dürfte sich auch dafür interessieren, wie viele tatsächliche Unterstützer die Petition hat. Bei der Petition gegen den ZDF-Moderator Markus Lanz etwa fanden sich unter den "Unterstützer" einige Scherznamen, sodass unklar war, wie viele Menschen sich wirklich ernsthaft gegen Lanz ausgesprochen hatten. In der Schulbus-Petition finden sich hingegen vergleichsweise wenige auf den ersten Blick als Scherznamen zu entlarvende Unterstützer. Außerdem kommt das Gros der Unterstützer, insgesamt 19.195, aus Bayern, was für eine Petition an den  Bayerischen Landtag essentiell ist.

Auch unter den innsalzach24-Lesern herrscht seit den ersten Berichten über vermeintlich überfüllte Schulbusse eine rege Debatte. Vereinzelt wird inzwischen auch Kritik an den Schülern laut. So schrieb ein Leser unter dem jüngsten Bericht zum Thema: "Aus Erfahrung weiß ich, dass ein Teil der lieben Schüler es oft nicht für nötig hält, sich festzuhalten. Haltegriffe sind in allen Bereichen für die unterschiedlichen Körpergrößen vorhanden. Statt dessen wird herum gealbert, Mützen geworfen usw. (...) Selbst wenn Sitzplätze frei sind, ziehen sie es vor, im Bus herum zu laufen (...)", schreibt der Leser.

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