Bildungsgruppe bietet Kompromiss an

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Das BFZ Peters in Waldkraiburg

Waldkraiburg - Die Peters Bildungsgruppe hat nun im Zusammenhang mit der möglichen Asylbewerber-Erstaufnahmeeinrichtung einen Kompromiss vorgeschlagen. Wie dieser aussieht:

Hans Lehner, Mehrheitsgesellschafter der Peters Bildungsgruppe, sprach sich gegenüber den Waldkraiburger Nachrichten auch nach dem Planungsstopp seitens der Regierung von Oberbayern für eine Erstaufnahme im BFZ Peters aus. "An anderen Standorten werden Möbelhäuser gemietet, Flüchtlinge sollen ins Olympiastadion. In Mühldorf schlafen sie in einer ehemaligen Diskothek. Und wir haben auf dem BFZ-Gelände ein Gebäude mit 300 Zimmern", so Lehner. Das Peters-Gelände biete ideale Voraussetzungen für eine menschenwürdige Unterbringung von Flüchtlingen. Und auch für die Peters Bildungsgruppe hätte eine Erstaufnahme Vorteile, schließlich hat Peters inzwischen nur noch 400 Umschulungsteilnehmer – früher waren es mal 1500. Sollte im BFZ eine Erstaufnahme entstehen, würde aber parallel dazu der Schulungsbetrieb weiterlaufen.

Nach dem Widerstand der Stadt bietet Peters einen Kompromiss an: Lehner regt die Festlegung auf eine maximale Laufzeit der Erstaufnahme von fünf Jahren an, die nur mit Zustimmung der Stadt verlängert werden kann, sowie eine Begrenzung auf höchstens 550 Personen. Mindestens 500 sind Voraussetzung für eine Außenstelle des Bundesamtes für Migration.

Bürgermeister Robert Pötzsch sprach sich gegenüber den Waldkraiburger Nachrichten unverändert gegen eine Erstaufnahme aus. Pötzsch präferiert für die Unterbringung von Asylbewerbern nach wie vor kleinere Einheiten. Die Stadt wolle Peters auf jeden Fall bei der Suche nach Alternativen unterstützen, betonte der Bürgermeister. Am Dienstagabend kamen bereits knapp 20 Waldkraiburger Stadträte im BFZ zusammen, um sich vor Ort zu informieren.

Für Pötzsch ist auch die Betreuung unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge im BFZ denkbar. Auch Lehner hatte sich darüber schon einmal Gedanken gemacht – davon aber wieder Abstand genommen. Weil "das Landratsamt abgeblockt" habe, wie Lehner nun sagte. Seit August liege dazu ein entsprechender Antrag der Quin.akademie im Landratsamt. Bis heute habe das Landratsamt den Antrag nicht beschieden.

Im Landkreis Mühldorf ist offenbar derzeit kein anderes Gebäude als dauerhafte Erstaufnahmeeinrichtung im Gespräch. Wie die Regierung von Oberbayern gegenüber innsalzach24 mitteilte, habe man sich im Landkreis Mühldorf bisher auf das BFZ Peters konzentriert – und eben diese Planungen sind nun gestoppt.

Einen ausführlichen Bericht finden Sie in der Donnerstagsausgabe der Waldkraiburger Nachrichten.

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