Trotz Chance auf Imagegewinn

Bewerbung um Fachhochschule in Waldkraiburg: "Kein Persilschein"

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Waldkraiburg - Die Gemeinde bewirbt sich um eine Außenstelle der Rosenheimer Fachhochschule. Auch wenn dies einige Vorteile hätte, soll die Bewerbung nicht um jeden Preis geschehen.

„Wir könnten ein gutes Paket für eine Fachhochschule in Waldkraiburg schnüren“, gab sich Bürgermeister Robert Pötzsch im Pressegespräch nach der Stadtratssitzung am Dienstag überzeugt. Es würde jedoch "kein Persilschein" ausgestellt, was die Finanzierung anginge, das machte er zuvor bereits in der Sitzung klar.Auch wenn eine solche Außenstelle einen erheblichen Imagegewinn bedeuten würde, solle die Zusage nicht um jeden Preis erreicht werden.

Kürzlich wurde in Burghausen eine Zweigstelle der Fachhochschule Rosenheim mit Schwerpunkt Chemie eingeweiht, auch Waldkraiburg will einen Standort. Sollte die Stadt eine Zusage erhalten, würde das Kernstück der Bereich "Soziale Arbeit" sein. Etwa sieben Millionen Euro seien zu veranschlagen, erklärte das Stadtoberhaupt, zusätzlich müsse ein den Anforderungen entsprechendes, zentrales Grundstück mit etwa 5000 Quadratmetern bereitgestellt werden.

„Ihr bekommt den Hochschulstandort – Macht!“

„Ihr bekommt den Hochschulstandort – Macht!“- So spitzte Pötzsch das Verfahren zu. Bisher läge nur eine Stellungnahme des Bayerischen Kultusministeriums vor, aus der hervorgehe, dass eine Kommune Planung und Finanzierung im Falle einer Zusage alleine zu stemmen habe. "Wir erwarten uns aber, das noch weitere, entscheidende Signale von anderen Stellen kommen. Vor allem zur Frage von möglichen Zuschüssen." 

Vier Millionen Euro, mehr will die Gemeinde nicht investieren. Diverse Grundstücke seien für eine entsprechende Nutzung bereits im Blick. Da nicht sofort ein massiver Ansturm an Studenten zu erwarten sei, sollten zunächst bestehende Bauten neben ihrer normalen Nutzung als Unterrichtsräume genutzt werden. So etwa das Haus der Kultur oder das Haus der Vereine.

"Wir haben natürlich nicht vor, da jemanden rauszuwerfen", stellte Pötzsch klar. Die Belegung würde in diesem Fall nur außerhalb der normalen Nutzungszeiten erfolgen. Langfristig würde es aber auf jeden Fall auf einem geeigneten Grundstück im städtischen Besitz einen Neubau geben müssen. 

hs

Rubriklistenbild: © dpa

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