Coaching für Betriebsgastronomen durch Landesamt für Ernährung

Besser essen in der Gummiwerk-Kantine

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Staatsminister Helmut Brunner (r.) mit Küchenleiter Jürgen Przybyla, Gummiwerk Kraiburg

Waldkraiburg - Ernährungsminister Helmut Brunner überreichte Vertretern der Betriebe und Behörden, die das Coaching "Leitlinien Betriebsgastronomie" erfolgreich absolviert haben, auf dem Zentral-Landwirtschaftsfest in München ihre Urkunden.

Bayernweit haben 37 Betriebs- und Behördenkantinen am Coaching teilgenommen und ihr Verpflegungsangebot mit Unterstützung von Ernährungsexperten verbessert, darunter 14 aus Oberbayern und unter ihnen das Gummiwerk Kraiburg GmbH & Co. KG sowie die Infraserv GmbH & Co. Gendorf. 

Das Gummiwerk Kraiburg produziert seit 1947 mit derzeit etwa400 Mitarbeitern Kautschukmischungen auf höchstem technischen Niveau mit der größten Mischungsvielfalt eines Compounders in Europa. Auch in der werkseigenen Betriebsgastronomie wird Qualität groß geschrieben. Wo es möglich ist, wird nun beim Lebensmitteleinkauf immer darauf geachtetam Ort beziehungsweise ortsnah zu kaufen. 

Anteil regionaler Produkte erhöht

Trotz einer großen Anzahl an ortsansässigen Lieferanten von Lebensmitteln konnte Küchenleiter Jürgen Przybyla durch das Coaching erneut den Einkauf regionaler Produkte steigern. Die Qualität der eingesetzten Lebensmittel konnte noch mehr erhöht werden, was den Gästen in der Betriebskantine zu Gute kommt. Dabei legen die Köche besonderes Augenmerk auf die Verwendung von täglich frischen und vor allem auch regionalen Produkten, die im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements nach einem auf Ausgewogenheit und Abwechslung bedachten Speiseplan ausgewählt werden.

„Sie sorgen dafür, dass das Essen in unseren Kantinen besser, bayerischer und gesünder wird“, sagte Minister Brunner. Gerade den Kantinen komme in Sachen gesunde Ernährung eine immer wichtigere Rolle zu. Schließlich nehmen heute täglich rund 1,2 Millionen Bayern ihr Mittagessen am Arbeitsplatz zu sich. Ein abwechslungsreicher Speiseplan bringt dem Minister zufolge nicht nur für die Beschäftigten Vorteile, sondern auch für den Arbeitgeber: „Wer sich gesund ernährt, ist aktiver und leistungsfähiger“, so Brunner.

Pragmatische Lösungen sind das Ziel

Ziel des erstmals durchgeführten Coachings war es laut Brunner, Gesundheit, Genuss, Qualität und regionale Herkunft im Großküchenalltag möglichst pragmatisch zu vereinen. Das ist gelungen: Bei den bayernweit teilnehmenden Betrieben stammt jetzt im Schnitt die Hälfte der Lebensmittel für die täglich rund 62.000 Essen aus der Region, eine Steigerung um 13 Prozent innerhalb weniger Monate. Der Einsatz von regionalen Bioprodukten konnte auf zwölf Prozent verdoppelt werden.

Die nächste Coaching-Runde startet im Januar 2017. Interessierte Betriebe können sich bei Irmgard Reischl und Silvia Hilger vom Fachzentrum Ernährung/Gemeinschaftsverpflegung mit Sitz am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Ebersberg informieren, Telefonnummer 08092/2699-131 oder -184.

Weitere Infos zum Coaching-Projekt sowie zu den Leitlinien Betriebsgastronomie gibt es unter www.aelf-eb.bayern.de/ernaehrung/gv/

Pressemitteilung Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

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