Über eine Million Euro wird gebraucht

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Die Fenster der Grundschule an der Beethovenstraße sind undicht. Auf 150000 Euro belaufen sich die Kosten für ihre Erneuerung, eine von mehreren Maßnahmen, die in das Hochbauprogramm für das Jahr 2012 aufgenommen wurden.

Waldkraiburg - Auf 1,23 Millionen Euro summieren sich die Projekte und Arbeiten, die im städtischen Hochbauprogramm für das kommende Jahr aufgelistet sind,

Davon entfallen 460000 Euro auf investive Maßnahmen. Im Hochbauprogramm fasst die Stadtbau, die für das städtische Gebäudemanagement zuständig ist, Empfehlungen, sinnvolle und notwendige Projekte, zusammen. Doch das Programm ist ein "Wunschkatalog". Bürgermeister Siegfried Klika und Stadträte werden nicht müde, das herauszustellen. Vieles, was in den vergangenen Jahren in diesem Katalog aufgeführt war, wurde aus finanziellen Gründen verschoben.

Handlungsbedarf sieht die Stadtbau zum Beispiel an der Grundschule in der Beethovenstraße. Es zieht in den Klassenzimmern, weil sich die Fensterrahmen verzogen haben und undicht sind. 150000 Euro würde eine Erneuerung der Fensterelemente kosten. Noch einmal 30000 Euro kämen dazu, um den Hallenboden in der Turnhalle zu erneuern. Nach einem Wasserschaden vor mehreren Jahren sind durch die Feuchtigkeit einige Holzbauteile verfault. Nicht als vordringlich, aber als wünschenswert stuft das Programm die Erneuerung des Geländers der Haupttreppe ein (15000).

Auf gut 100000 Euro werden die Erneuerung der Sicherheitsbeleuchtung in der Franz-Liszt-Mittelschule und der dazugehörigen Dreifachturnhalle sowie Malerarbeiten in Klassenzimmern und im Bereich der Dreifachturnhalle geschätzt.

Nach mehreren Wassereinbrüchen muss das Flachdach der Leichenhalle im städtischen Waldfriedhof saniert werden. Voraussichtliche Kosten: 55000 Euro.

Verabschiedungsraum am Friedhof teurer

Der von den städtischen Gremien bereits beschlossene Neubau eines Verabschiedungsraums für Angehörige und Bekannte von Verstorbenen wird teurer als zunächst erwartet. Statt 80000 belaufen sich die Kosten auf 120000 Euro. Weil der Planer urheberrechtliche Einwände geltend machte, muss der Verabschiedungsraum, der zunächst an die Leichenhalle angebaut werden sollte, ein eigener Baukörper werden. Der Verabschiedungsraum, der eigentlich schon im Herbst im Rohbau stehen sollte, wurde wegen der höheren Kosten geschoben.

Malerarbeiten an der Fassade des Feuerwehrgerätehauses sind mit 60000 Euro veranschlagt, dazu kommen weitere kleinere Maßnahmen, unter anderem die Sanierung der Tore der Fahrzeughalle, für insgesamt 18000 Euro.

Machen Investitionen in die Tierherberge am Standort noch Sinn?

Auf 167000 Euro schätzt die Stadtbau die Kosten, die in der Tierherberge Pürten anfallen, falls das völlig marode Wohnhaus für die Tierheimleitung neu gebaut oder durch einen Container ersetzt wird. Dafür wären allein 120000 Euro fällig. Dazu kommen 30000 Euro für eine Lärmschutzwand und 10000 Euro für neue Stellplätze. Da stellt sich die Frage, ob Investitionen in den Bestand überhaupt noch sinnvoll sind. Parallel wird ein Alternativstandort gesucht. Bürgermeister Klika sieht Chancen auf Sponsorenmittel für das Tierheim.

Die öffentlichen Tiefgaragen, seit Jahren Thema im Hochbauprogramm, sind auch diesmal vertreten - und zwar mit fast 160000 Euro. Auch die Tiefgarage unter dem Sartrouville-Platz, deren Sanierung längt abgeschlossen ist, belastet den Stadtsäckel noch immer. Für 2012 ist die Erneuerung der Brandmeldeanlage für 32000 Euro vorgesehen. Diese ist Auflage des Brandschutzes. Eine bauliche Brandschutzertüchtigung von Decken und Ausfahrt zur Berliner Straße wäre mit 150000 bis 200000 Euro weit teurer gekommen, hieß es.

Auf rund 50000 Euro summieren sich die Maßnahmen, die in der Tiefgarage an der Oststraße erforderlich sind: der Einbau einer Brandmeldeanlage, die Umstellung auf natürliche Lüftung, die die Erneuerung der Lüftungsanlage erspart und die Erneuerung der Beleuchtungsanlage auf den gleichen Stand wie in der Garage unter dem Sartrouville-Platz.

Brandmeldeanlagen für die Tiefgaragen

Eine Brandmeldeanlage (40000 Euro) braucht es auch für die Tiefgarage unter dem Rathaus, ebenso muss die Abwasser-Hebeanlage, die teilweise defekt ist, erneuert werden (12000). Bedenken meldeten Stadträte an, ob die Stromzähler verlegt und auf Einzelablesung umgebaut werden müssen, um die Stromkosten gesondert zu ermitteln. Derzeit laufen alle Stromkosten auf das Rathaus-Gebäude. Eine Umstellung würde 17000 Euro kosten.

Die städtischen Gremien haben das Programm trotz einiger Einwände grundsätzlich gebilligt. Über die Realisierung der einzelnen Maßnahmen wird im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten gesondert entschieden. Zu den investiven Maßnahmen von rund 460000 Euro kommen noch laufende Reparatur- und Instandsetzungsarbeiten, Wartungs- und Serviceleistungen sowie sicherheitstechnische Überprüfungen und Leistungen des Regiebetriebs der Stadtbau GmbH, die mit insgesamt rund 650000 Euro angesetzt sind sowie zusätzliche Maßnahmen für den Erhalt städtischer Gebäude im Umfang von rund 580000 Euro.

hg/Mühldorfer-Anzeiger

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