Über 150.000 Euro für die Spielplätze

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Waldkraiburg - Viel Geld wird 2012 für die Erneuerung und Instandhaltung der Spielplätze ausgegeben. Allein die Sandplätze-Reinigung kostet 15.000 Euro.

Die Stadt lässt sich die Erneuerung und Instandhaltung der Spiel- und Bolzplätze viel Geld kosten. Für jedes Gerät, das auf einem städtischen Spiel- oder Bolzplatz steht, gibt die Kommune pro Monat elf Euro für Wartung, Kontrolle und Reparatur aus. Im Spielplatzbau- und Instandhaltungsprogramm für 2012 stehen vorausichtliche Ausgaben von mehr als 150000 Euro.

Diese Zahlen gehen aus einem Bericht hervor, den Thomas Irgmeier von der Stadtbau GmbH den städtischen Gremien vorlegte. 18 Spielplätze betreut der Stadtbau-Mitarbeiter, dazu acht Bolzplätze, das Minispielfeld des DFB an der Dieselstraße, die Skater- und dei Streetball-Anlagen am Volksfestplatz, sowie zwei Kindertagesstätten und zwei Schulen.

Neue Spielplatznorm erhöht Aufwand und Unterhaltskosten

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Viel Geld für Spielplätze

Größtes Einzelprojekt war 2011 der Neubau des Spielplatzes am Friedrich-Egermann-Weg, für den über 15000 Euro aufgebracht wurden (wir berichteten). An zahlreichen weiteren Freizeiteinrichtungen für die Kinder wurden Spielgeräte erneuert oder umgebaut, beziehungsweise der Fallschutz verbessert und andere Mängel beseitigt, die ein Vertreter des Gemeindeunfallversicherungsverbands (GUVV) moniert hatte. Einzelne Elemente mussten auch vorüberehend entfernt werden.

Die Kontrollen der Anlagen nehmen einen immer größeren Umfang an. Mit der Einführung einer neuen Europäischen Spielplatznorm im Jahr 2011 ist jede Woche eine Sichtkontrolle vorgeschrieben, dazu monatliche technische Kontrollen und die jährliche Kontrolle durch den GUVV. Alle diese Kontrollen müssen dokumentiert werden. Dadurch erhöhen sich Aufwand und Unterhaltskosten.

Allein die Reinigung der Sandplätze kostet jährlich fast 15000 Euro. Um diese Summe langfristig zu reduzieren ist eine Verkleinerung der Sandflächen geplant.

Allein die Reinigung der Sandplätze kostet 15.000 Euro im Jahr

Im Maßnahmenkatalog für 2012, den die städtischen Gremien grundsätzlich abgesegnet haben, sind Erneuerungsmaßnahmen für insgesamt 59000 Euro aufgeführt. Fast die Häfte dieser Summe ist durch Haushaltsreste aus dem Jahr 2011 abgedeckt. Wegen der späten Haushaltsgenehmigung konnten viele Arbeiten im alten Jahr nicht mehr realisiert werden.

Der größte Brocken ist der Umbau des zweiten Abschnitts im Westpark für mindestens 15000 Euro. In diesen Katalog für 2012 sind auch Maßahmen an den Spielplätzen in Pürten, im Föhrenwinkel, in Niederndorf-Süd und Nord, im Haidaer Park, im Stadt-, Nord-, Ost- und Westpark aufgenommen.

Was den Spielplatz in St. Erasmus angeht, bei dem in den nächsten Jahren ebenfalls Erneuerungsarbeiten anstehen, regte Stadträtin Eva Köhr eine Verlagerung des Spielplatzes zum neuen Baugebiet Erasmus-Ost an, wo mittlerweile die meisten Kinder wohnen.

Bolzplätze: Tore künftig ohne Netze?

Für die Bolzplätze schlägt Irgmeier für 2012 die Anschaffung von Metalltoren für insgesamt 12000 Euro vor. Weil die herkömmlichen Netze immer wieder kaputt gemacht werden, sind allein für deren Ersatz bislang jedes Jahr durchschnittlich 450 Euro pro Bolzplatz ausgegeben worden. "Warum braucht es überhaupt Netze?", fragt sich nicht nur Stadtrat Anton Sterr. Auf Schildern, so wurde angeregt, sollte die Stadt ankündigen, dass kaputte Netze nicht mehr ersetzt werden. "Aber dass es dann nicht wieder heißt, Kinder dürfen keine 50 Meter weit laufen." Dieser Einwand, den Bürgermeister Siegfried Klika natürlich nicht ganz Ernst meinte, zielte auf die grassierende Überregulierung aller Lebensbereiche ab.

Zu den genannten Erneuerungsmaßnahmen führt das Spielplatzprogramm für das kommende Jahr Reparaturen, Reinigungs- und Pflegearbeiten für 122000 Euro auf.

Inwieweit alle Punkte des Programms 2012 umgesetzt werden, hängt allerdings wesentlich von der Haushaltsentwicklung ab.

hg/Waldkraiburger Nachrichten

Rubriklistenbild: © Foto hg

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