"Stockhamer Kreuzung": Kreisel oder Ampelanlage?

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Kreisverkehr oder Ampelanlage? In die Vorplanung für die Veränderung der unfallträchtigen Kreuzung am Stockhamer Berg sollen beide Varianten aufgenommen werden.

Waldkraiburg - Die Stadt will die Möglichkeiten ausloten, die unfallträchtige "Stockhamer Kreuzung" zu entschärfen. Aber welche Möglichkeit ist die beste?

Nicht zum ersten Mal ist die Unfallhäufungsstelle am Stockhamer Berg Thema für die Verkehrsexperten. Schon 2002 hatte die Stadt auf Empfehlung der Unfallkommission des Landkreises mit dem Straßenbauamt über eine Verbesserung der Kreuzung beraten.

Eine Überquerungshilfe für die Staatsstraße an der Innkanalbrücke in Pürten soll die Verkehrssicherheit für Fußgänger und Radler verbessern.

Wie Gerhard Oswald von der Stadtverwaltung im Bauausschuss berichtete, waren damals einem Kreisverkehr wenig Chancen eingeräumt worden. Eine Verschiebung des Kreisverkehrs nach Süden sei aufgrund des starken Gefälles der Kreisstraße MÜ 18 nicht möglich, hieß es damals. Deshalb sei ein Kreisverkehr nur durch erheblichen Grunderwerb beim angrenzenden Wohngrundstück machbar. Das Straßenbauamt sprach sich für eine Ampelanlage aus, die aber aufgrund der schwierigen Haushaltslage nicht realisiert wurde.

Was die Machbarkeit des Kreisverkehrs angeht, sei ein Sinneswandel eingetreten, hieß es jetzt im Bauausschuss. Auch diese Variante soll ebenso wie eine Ampelanlage in einer Vorplanung berücksichtigt werden. Sie ist erforderlich, um einen Antrag auf Förderung stellen zu können.

Bedenken gegen eine Ampelanlage äußerte Bürgermeister Siegfried Klika. Er befürchtet einen erhöhten Lärmpegel, wenn mehr Lastwagen am Berg anfahren müssen.

Rund 10.000 Euro kostet die Vorplanung, für die sich der Bauausschuss einstimmig aussprach.

Mit etwa 10.000 Euro schlägt auch die Vorplanung für den Neubau einer Überquerungshilfe für die Staatsstraße 2091 nördlich von Pürten zu Buche. Fußgänger und Radfahrer sind an dieser Stelle gezwungen, die vielbefahrene Straße zu überqueren. Eine Fußgänger- und radunterführung wurde diskutiert, ist aber nicht finanzierbar.

Eine Überquerungshilfe mit einer Mittelinsel bei den Einmündungen der Straßen zur Kläranlage und zur Tierherberge könnte die Verkehrssicherheit verbessern. Diese kostengünstigere Lösung kristiallisierte sich bei Gesprächen mit Vertretern des Straßenbauamtes und des Landratsamtes heraus.

Wie Gerhard Oswald mitteilte, stimmt das Straßenbauamt der Überquerungshilfe zu, wenn die Ortsdurchfahrt in Richtung Norden verlängert wird und damit die Stadt die Herstellungskosten und den Erhaltungsmehraufwand für den breiteren Fahrbahnbereich und die Mittelinsel übernimmt. Empfohlen wird zudem, die Überquerung zu beleuchten.

Der Bauausschuss billigte grundsätzlich die Vorplanung.

hg/Waldkraiburger Nachrichten

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