C+M+B: Christus segne dieses Haus

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Über eine große Schar von Sternsingern freut sich seit Jahren die Pfarrei Pürten. Beim Festgottesdienst am Dreikönigstag sangen die Gruppen noch mal gemeinsam ihre Lieder.

Waldkraiburg - "Kinder zeigen Stärke" - unter diesem Leitwort steht in diesem Jahr die Aktion "Dreikönigssingen". 66 Mädchen und Jungen aus Waldkraiburg sammelten für den guten Zweck.

Die Kinder waren unter der Gesamtleitung von Pater Thomas auch im Pfarrverband Waldkraiburg als Sternsinger unterwegs. Mit den Spenden aus der Sternsinger-Aktion werden rund 3000 Kinderhilfsprojekte in besonders armen Ländern von Asien, Afrika, Lateinamerika oder Osteuropa unterstützt, diesmal steht vor allem das Land Kambodscha im Vordergrund.

20*C+M+B*11 - diesen Segensspruch schreiben nach altem Brauch die als "Heiligen Drei Könige" verkleideten jungen Christen an die Türen und wünschen damit Gottes Segen zum neuen Jahr: "Christus Mansionem Benedicat" - Christus segne dieses Haus.

Zu etwa 70 angemeldeten Haushalten und verschiedenen Seniorenheimen gingen die 13 Sternsinger der Pfarrei Christkönig, die sich in drei Gruppen aufteilten. Der Älteste davon ist der 54-jährige Erich Strasser, der wie auch rund die Hälfte der Truppe als eifriger Ministrant dient.

"Ich gehe gerne mit als Sternsinger, weil auch meine ältere Schwester Stefanie dabei ist", freute sich die sechsjährige Marie Zinecker als "Jüngste im Bunde". Sie war wie einige andere das erste Mal dabei, manche sind jedoch schon seit fünf oder sechs Jahren aktive Sternsinger.

An vielen Haustüren werden die Sternsinger von Christkönig freundlich empfangen. Da fällt es auch leichter, unqualifizierte Kommentare zu überhören.

Über blöde Bemerkungen und Gesten, die sie unterwegs durch junge sowie auch ältere Bürger erfahren mussten, ärgerte sich auch Daniel Fuckner. So wurden sie etwa aus vorbeifahrenden Fahrzeugen mit "Zunge herausstrecken" oder dem "Stinkefinger" bedacht. Dies ist natürlich ärgerlich und wenig motivierend - zum Glück kommt es eher selten vor. "Kommen wir mit unseren Segenswünschen zu den Häusern, die angemeldet waren, rufen uns oft spontan auch die Nachbarn oder manche holen uns beim Vorbeigehen an ihre Tür", freuen sich die "Heiligen Könige" über ihre positiven Erlebnisse.

In zwei Gruppen waren die neun Sternsinger von Maria Schutz unterwegs und besuchten die Haushalte in Waldkraiburg-Süd und Föhrenwinkel sowie das AWO-Heim. "Wir haben nur etwa 15 Anmeldungen, gehen aber in diesem Gebiet auch von Haus zu Haus", berichtete Gemeindereferent Michael Wagner als Organisator.

Freudig erwartet wurden am Dreikönigstag in Ebing die zehn aktiven und zukünftigen Ministranten, die nach dem Gottesdienst in drei Gruppen als "Heilige Drei Könige" ausgesandt wurden. Unter der Organisation von Monika Rödig zogen sie durch den idyllischen Ort und brachten den Segen Gottes in die Häuser.

Eine große Schar von 34 Ministranten war in der Pfarrei Pürten und St. Erasmus als Sternsinger in drei Gruppen unterwegs. Nach dem "jahrzehntelang" gesungenen Lied "Die heil'gen drei König mit ihrigem Stern" erfreuten sie heuer an den Haustüren die Bewohner mit einem neuen Lied.

Meist werden sie hier auch freudig empfangen, selten werden bei ihrem Besuch etwa "die Jalousien heruntergelassen" oder auch "die Türen zugeknallt". Sie kennen ihre "Pappenheimer" schon und solche gab es schon vor vielen Jahren, wie sich "altgediente Sternsinger" noch erinnern. "In der Niederndorfer Siedlung ist das Interesse mit zehn Anmeldungen leider gering", bedauert Helga Manstetter, die mit Claudia Anzinger die Sternsinger betreut. Lobenswert ist im ganzen Pfarrverband die Initiative der Eltern, die für Verpflegung oder Fahrdienst der Sternsinger sorgen.

"Für unsere Kinder ist der Sternsinger-Dienst eine tolle Erfahrung und sie sind abends nach getaner Arbeit richtig stolz auf ihre Leistung, wenn es bei Minusgraden auch manchmal 'zapfig' ist". Ihr Einsatz wird zudem mit Süßigkeiten und einem schönen Ausflug belohnt.

bac/Waldkraiburger Nachrichten

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