Baumwurzeln sprengen alles

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Meisen- und Finkenweg müssen saniert werden. Die Bestandsplanung erläuterte Bernd Schott von den Stadtwerken beim Stadtteilgespräch im Föhrenwinkel.

Waldkraiburg - Die Stadtwerke haben in einer Bestandsplanung die Schäden am Meisen- und Finkenweg zusammengetragen. Noch ist nicht klar, wann mit der Baumaßnahme begonnen wird.

Wegen der Straßenausbaubeitragssatzung sind noch rechtliche Fragen zu klären.

Beim Stadtteilgespräch im Gasthaus Föhrenwinkel waren viele Bürger gekommen, um zu erfahren, wann die Sanierung von Meisen- und Finkenweg in Angriff genommen wird. Ein eindeutige Antwort darauf konnte ihnen Bernd Schott von den Stadtwerken nicht geben. Er berichtete über den Sachstand.

Die Stadtwerke haben eine Bestandsplanung durchgeführt, um die Schäden an den Straßen, den Gehwegen und den Entwässerungsanlagen festzustellen. Die Gehwege sind kaputt, die Baumwurzeln wuchern aus den zu kleinen Pflanzgruben heraus und haben den Teer stark in Mitleidenschaft gezogen. Die Straßen werden wohl drei Zentimeter abgefräst und neu aufgebaut werden. Auch die Gehwegdecken sind zu dünn und die Bordsteine müssen partiell saniert werden.

Wie teuer die Maßnahme wird und wann sie beginnt, ist derzeit noch unklar. Bürgermeister Siegfried Klika sagte zu, die Bäume, die die Schäden verursacht haben, noch diesen Winter entfernen zu lassen. Er machte Hoffnung, dass für die Sanierungsmaßnahme im kommenden Jahr die Mittel zur Verfügung stünden.

Ein großes Problem für Waldkraiburger Straßen im Allgemeinen sind die alten Bäume, deren Wurzeln alles sprengen, sagte der Bürgermeister. Er wehrte sich auch gegen den Vorwurf, die Stadt warte mit der Sanierung der beiden Straßen solange, bis die Straßenausbaubeitragssatzung in Kraft trete. Denn dann würden die Anwohner zur Kasse gebeten.

Die Straßen müssen komplett um- und aufgebaut werden. Ob das als Neubau oder Instandhaltungsmaßnahme durchgehe, entscheide darüber, wie und ob die neue Satzung greife, so Klika, der betonte, er wolle die Kosten für die Bürger so gering wie möglich halten. Er glaubte, es könne eine verträgliche Lösung gefunden werden.

Schott von den Stadtwerken erklärte bei der Satzung und den Umlagen auf die Anwohner und Anlieger handle es sich um eine komplizierte Kategorisierung. Es müsse festgelegt werden, ob der Föhrenwinkel ein Misch- oder Wohngebiet sei. Das alles sei mit der Rechtsaufsicht zu klären.

Die Föhrenwinkler sind der Meinung, die Straßen in ihrem Viertel seien jahrzehntelang vernachlässigt worden. "Man wusste nicht, was aus dem Falkenring werden soll und wollte eine ganzheitliches Konzept", erklärte hier der Bürgermeister. Es habe viele Gründe gegeben und juristische Winkelzüge gebraucht, bis das Projekt Falkenring letztendlich realisiert werden konnte.

Er wolle die Zeitschiene für die Umsetzung der Straßensanierung mit der Kommunalaufsicht klären. Das Thema wird im November im Bauausschuss eingehend besprochen.

kla/Waldkraiburger Nachrichten

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