Stadt will 2014 Netz übernehmen

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Waldkraiburg - Die Stadt Waldkraiburg beabsichtigt, die Erdgasversorgung in eigener Regie zu übernehmen. Wenn 2014 der Konzessionsvertrag mit der Erdgas Südbayern ausläuft, ist das möglich.

Am 17. Dezember 2014 läuft der Konzessionsvertrag mit der Erdgas Südbayern GmbH aus. Dann wird die Konzession neu an ein Unternehmen vergeben oder von der Stadt übernommen. Eine Entscheidung darüber ist zwar noch nicht zu treffen. Dass die Stadt die Übernahme vorhat, das ließ Bürgermeister Siegfried Klika erkennen, als jetzt im Stadtrat beschlossen wurde, das Vertragsende des Konzessionsvertrages im elektronischen Bundesanzeiger bekannt zu machen. Damit werden interessierte Unternehmen aufgefordert, ihr Interesse bei der Stadt zu bekunden. Die Bekanntmachung wird zudem einen Hinweis auf die beabsichtigte Rekommunalisierung, die Übernahme des Gasnetzes durch die Stadt, enthalten. Dies sei "ein für die Entwicklung der Stadt ganz entscheidender Schritt", so der Bürgermeister. In den 90er-Jahren hatte Waldkraiburg das Stromnetz von den Isar-Amper-Werken übernommen.

Die Erdgas Südbayern beziehungsweise ihr Vorgängerunternehmen versorgt das Stadtgebiet bereits seit 1959. Waldkraiburg war damals bundesweit die erste Gemeinde, die an das Erdgasnetz angeschlossen wurde.

Hohe Preise kritisiert

Als "sehr erfreulich" wertete es Stadtrat Horst Krumpholz, dass Bürgermeister und eine Mehrheit im Stadtrat nun offensichtlich bereit seien, "etwas zu unternehmen". Er begründete die Notwendigkeit für diesen Schritt mit der Preisgestaltung der ESB. Sie sei in Waldkraiburg "mit die höchste in der Bundesrepublik".

Der Erdgasversorger hatte viele Jahre seinen Sitz in Waldkraiburg, habe sich aber, wie Krumpholz kritisierte, "von Waldkraiburg entfernt mit den technischen Einrichtungen nach Traunreut, mit der Verwaltung nach München".

hg/Waldkraiburger Nachrichten

Rubriklistenbild: © pa

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