Sportlich, aber kein Sportauto

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Ein "Kultauto" bei der ADAC Trentino Classic Car Rallye 2010. Uli Lode (kleines Bild) nimmt mit seinem 31 Jahre alten Opel Monza regelmäßig an Oldtimertreffen und Zuverlässigkeitsfahrten teil.

Waldkraiburg - Der ehemalige Landtagsabgeordnete Uli Lode fuhr 1980 seinen ersten Monza. Seit vier Jahren ist Lode mit einem 158 PS starken Oldtimer wieder unterwegs - auch bei Classic Car Rallyes.

 Eigentlich war es Zufall, dass Uli Lode im Alter von 65 Jahren nochmal auf einen Opel Monza kam, denn in seinem Freundeskreis gibt es viele Autoliebhaber und so führte eins zum anderen. Das Auto war in sehr gutem Zustand, den hat er sich ohne langes Zögern zugelegt, wie er erzählt.

"Sofort war die alte Liebe wieder erwacht", berichtet der heute 69-Jährige, der den schilfgrünen Oldtimer Baujahr 1980 mit einem H-Kennzeichen als Zweitbesitzer fährt. Das Nummernschild wird nur für historische Fahrzeuge, die erstmals vor mindestens 30 Jahren zugelassen wurden, ausgegeben. Der Vorteil: Die Kfz-Steuer und die Versicherung sind günstiger.

Mit dem Monza fährt Lode, der vor kurzem nach zwölfjährigem Engagement als ADAC-Schatzmeister aus dem Bundespräsidium ausschied, gern zu Oldtimertreffen oder nimmt an Oldtimer-Rallyes teil, etwa der Bavaria Classic oder der Trentino Classic, die der ADAC organisiert. Dabei handelt es sich um Zuverlässigkeitsfahrten durch schöne Landschaften und Pässe. Immer dabei: Seine Frau Brigitte. Sie teilt die Leidenschaft. Rund 6000 Kilometer pro Jahr legen sie mit dem 31 Jahre alten Auto zurück. Sie treffen oft Gleichgesinnte. "Da hat man gleich schöne Themen und kann sich austauschen."

Bei kleinen Handgriffen kann sich der Waldkraiburger selbst helfen, steht mal eine größere Reparatur an, gibt es im Freundeskreis genügend Schrauber.

Mit 158 PS findet Lode sein Fahrzeug sportlich, es sei aber kein Sportauto. Er blättert in einer Oldtimerzeitschrift und findet den Neupreis. 26 770 D-Mark hat das Auto, das in den Jahren 1978 bis 1983 rund 46000-mal hergestellt wurde, gekostet. Der heutige Marktwert liege bei rund 4400 Euro.

Monza und Manta lieber als Mercedes

Warum ausgerechnet ein Monza? Da muss Uli Lode nicht lange überlegen. "Weil den kaum jemand hat. Mercedes gibt es so viele." Natürlich habe der Monza nicht so ein Image wie eben Mercedes oder Porsche. "Aber er ist ein Kultauto!" Und er ist gut beieinander, alles ist original.

Lode hegt das Auto, will es schonen und nicht "unnötig Kilometer drauf fahren", denn dadurch werde es schließlich nicht kostbarer. Nach den Ausflügen wird fleißig geputzt, damit sich nicht der Rost bemerkbar macht. "Zwei Tage nutzen, einen Tag putzen", sagt der Waldkraiburger augenzwinkernd.

Mit dem Monza ist er vollauf zufrieden, allerdings würde ihn ein Opel Manta auch noch "anstinken". "Das müsste aber schon ein geiles Teil sein", lacht der Oldtimerfan, der früher auch schon mal im Besitz eines Mantas war. Es muss also nicht immer ein Stern oder eine Katze sein. Der Blitz ist so manchem einfach lieber.

Kla/Mühldorfer Anzeiger

Zurück zur Übersicht: Region Waldkraiburg

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser