Schnuppertag in der Musikschule

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Waldkraiburg - Die Türen zur Sing- und Musikschule standen zahlreichen großen wie kleinen Besuchern am Samstagnachmittag weit offen, um sich über den Unterricht und Instrumente zu informieren.

Alle zusammen feierten ein Musikschulfest, etwa beim Basteln von einfachen Klangrasseln, bei sportlicher Betätigung und musikalischer Unterhaltung schon vor dem Haus der Kultur.

So lockte das von Rosalyn Sabo angeleitete Saitentrio mit Kathrin Aigner an der Zither, Carola Egger am Hackbrett und Alexander Silanteo an der Gitarre mit zarten Klängen die Besucher zum Näherkommen.

Unbekümmert begegneten vor allem kleine Kinder an diesem Tag der Musik. Manche lagen beim Zuhören sogar auf dem Boden, saßen auf dem Schoß der Eltern, bewegten sich, wenn es ihnen langweilig wurde, oder verharrten an den Zimmertüren zu den einzelnen Unterrichten. Beispielsweise bei den lateinamerikanischen Rhythmen des Blockflötenensembles um Guillermo Velez. Die große "Blockflötenfamilie" war dort versammelt, unterstützt von einer Gitarre und einem Schlagzeug, und spielte mit viel Schwung "Un poquito canto". Das kam bei Groß und Klein gut an.

Ganz versunken lauschte etwas weiter eine Mutter mit ihrer kleinen Tochter dem Querflötenunterricht bei Ferenc Szelim Bene. Die kaum ältere Schülerin betätigte schon geschickt die Klappen an der Piccoloflöte und konnte nach geduldigem Probieren bereits ein Duett mit ihrem Lehrer blasen.

Etwas ungeduldig zog ein kleiner Junge an der Hand seiner Mutter, um an eines der beiden Keyboards im Unterrichtszimmer des Musikschulleiters Franz Christmann zu gelangen. Da kam ihm dessen Frage an die "Türsteher" "Wer will noch probieren?" gerade recht. Und mit Eifer betätigte er die Tasten und erzeugt wie sein Nebenmann eigenwillige Tonfolgen.

Immer wieder verfolgte eine Besuchertraube den Blechblasunterricht von Raimund Burger. Die durch die Volksmusik beliebten Instrumente sind auch schlecht zu überhören. Erst recht schauten die Eltern und ihre Kinder, als sie sahen, dass zwei sieben- und achtjährige Buben einem Kinderhorn und einer Kindertrompete das bekannte Lied "Taler, Taler, Du musst wandern" schließlich im Duett entlockten.

Ein Zimmer weiter gab Forkan im Beisein seiner Mutter sein Bestes beim Karaoke-Singen. Seinem Gesang hörte die für den Popgesang geschulte Pädagogin Agnes Burger aufmerksam zu. Ganz aufgeregt stand der Junge vor ihr und sang in einer für ihn schwierigen Stimmlage Jonny Cashs "Love is a burning thing". Die Lehrerin machte ihm Mut, seine Stimme ab September bei ihr schulen zu lassen.

Zwei Stockwerke darunter zeigt Wolfgang Höhn einem künftigen Schlagzeuger, wie er die Stöcke zwischen Daumen und Zeigefinger zu halten habe und sie dann - wie von der Schwerkraft angezogen - fallen lassen müsse. Ohne Scheu probierte es der Junge und das mit Erfolg. Neugierig geworden, wollte der Kleine nun wissen, warum die Becken so unterschiedlich und verschieden lange klingen. Nachdem das der Lehrer ihm und den anderen Besuchern erklärt hatte, war die Zeit für das traditionelle Informationskonzert im kleinen Saal herangerückt.

Franz Christmann bereitete das Keyboard vor, der Techniker die Mikrofone und Beleuchtung. Anschließend stellten alle Lehrer ihre Fächer und einige Schüler vor, sprachen über das günstigste Eintrittsalter für die jeweiligen Instrumente, Anschaffungskosten und natürlich über ihre Liebe zur Geige, zum Cello, Klavier, zur Harfe, zur Gitarre und etwa zum Saxofon. Für manche Kinder überstieg das Programm ihre Aufnahmefähigkeit, sie nahmen sich eine Auszeit am Kuchenbuffet des Elternbeirats oder auf den Pedalos im Hof.

Währenddessen kündigte Agnes Burger über Mikrofon den ersten Auftritt der insgesamt sieben Mitglieder ihrer Popgesangsklasse an - Anfänger und Fortgeschrittene. Mit einigem Lampenfieber stellten sie sich nacheinander in den Scheinwerferkegel auf die Bühne und interpretierten auf ihre Weise aktuelle Popsongs. Zum Finale sangen sie gemeinsam Bruno Mars' "Talking to the moon" und ernteten damit viel Applaus beim Publikum.

Einzelne Bravorufe galten vor allem der 24-jährigen Simone Mittermeier, die durch ihre konstant gute Leistung bei mehreren Auftritten gefiel. Gerührt bedankten sich mehrere Angehörige der Sängerinnen nach dem Konzert bei der Gesangslehrerin Agnes Burger. Sie und ihre Kollegen fühlen sich durch diesen Zuspruch der Eltern besonders motiviert, auch im kommenden Musikschuljahr ihre Liebe zur Musik und ihr Wissen an "alte" wie neue Schüler weiterzugeben. Übrigens können sich Schüler für das kommende Musikschuljahr noch bis zum 8. Juli 2011 einschreiben.

kch/Waldkraiburger Nachrichten

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