Kirchensanierung kostete 2,6 Millionen Euro

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Von links: Pfarrer Michael Seifert, Domvikar Graf Rupert zu Stolberg, Kaplan Christoph Stürzer

Kraiburg - Die Renovierung und Sanierung der Marktpfarrkirche St. Bartholomäus ist abgeschlossen. Sie dauerte über vier Jahre und fiel teurer aus.

Die Kosten für die Baumaßnahmen beliefen sich auf rund 2,6 Millionen Euro, auf 2,3 Millionen waren sie kalkuliert. "Man kann fast von einem Modellfall sprechen, so gut war kalkuliert worden", sagt Kirchenpfleger Robert Haider, "denn die Mehrkosten waren wirklich unvorhersehbare Maßnahmen wie das Unterfangen und Sichern des Kirchturmes, der anfing, sich zu neigen, oder Probleme bei den Pultdächern über den Seitenschiffen."

Wie umfangreich und schwierig die notwendigen Baumaßnahmen waren, wurde in den interessanten Bilddokumentationen und Filmausschnitten deutlich, die Robert Haider in Zusammenarbeit mit Edi Kästner zusammengestellt hatte und im Bischof-Bernhard-Haus den Festbesuchern präsentierte.

Einige wenige Beispiele daraus sind: Bei den Mauerwerkinstandsetzungen galt es, die Gewölbe und den Turm durch waagrechte und senkrechte Zuganker zu sichern. Dabei wurde auch eine Trennung von Turm und Kirchenschiff vorgenommen. Der Dachstuhl musste ausgebessert werden und besonders die Dachstuhlauflager am Hauptschiff und an der Apsis teilweise erneuert werden.

Der Dachboden wie der Kirchturm wurden sicher begehbar gemacht, das Kirchendach mit neuen Dachziegeln und das Turmdach neu mit Kupferblech eingedeckt. Aufwendig wurde das gesamte Ziegel- und Natursteinmauerwerk saniert, dazu mussten rund 4000 Ziegel und vier große Gesimsecksteine aus Sandstein extra angefertigt werden. Die Dachentwässerung wurde völlig erneuert und nach außen verlegt und schließlich auch Wetterhahn und Turmkreuz neu vergoldet.

Begonnen hatte der Festtag am Vormittag mit einem feierlichen Gottesdienst, zu dem Ministranten und das Seelsorgeteam vom Bischof-Bernhard-Haus in die Marktpfarrkirche einzogen, wo Pfarrer Michael Seifert als Gast Domkapitular Graf Rupert zu Stolberg begrüßte, der kurzfristig für den erkrankten Generalvikar Dr. Peter Beer einsprang.

In seiner Festpredigt meinte der Domvikar: "Kirche muss sich nicht nur als Gebäude immer wieder erneuern, sondern auch an seinen lebendigen Mitgliedern." Bezug nehmend auf das Evangelium sagte Graf zu Stolberg: "Es ist dazu notwendig, dass unsere persönlichen Ölvorräte immer wieder neu aufgefüllt werden, damit nicht nur das Kirchengebäude hier in Kraiburg inneren und äußeren Glanz ausstrahlt, sondern auch die lebende und lebendige Kirche, immer wieder aufgefüllt durch die alternativlose Quelle Jesus Christus."

Musikalisch wurde der Festgottesdienst durch Chor und Orchester von St. Bartholomäus mit der Missa Brevis in B von Joseph Haydn unter der Leitung von Eduard Kästner bestens gestaltet. Nach einem "herzlichen vergelt's Gott" von Pfarrer Michael Seifert an alle, "die in den letzten Jahren in irgendeiner Weise aktiv dabei waren" fand im Anschluss ein Stehempfang im Bischof-Bernhard-Haus statt.

ng

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