"Pinocchio" als Eismärchen

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Generalprobe für die "Pinocchio"-Aufführung: Bei Trainerin Anna König laufen die Fäden zusammen. Die ganze Abteilung macht mit, auch die kleinen Eisläuferinnen, die zum Teil erst seit wenigen Monaten auf dem Eis stehen.

Waldkraiburg (WN) - Die Kulissen stehen. Viele Läuferinnen steigen kostümiert aufs Eis. Generalprobe für das Eismärchen, das die VfL-Eiskunstlaufabteilung am Sonntag aufführt: "Pinocchio", die Geschichte der Marionette, die zum Leben erwacht.

Bei Trainerin Anna König laufen auf dem Eis die Fäden zusammen.

Nach "Alice im Wunderland" und "Aschenputtel", nach "Dschungelbuch" oder "Peterchens Mondfahrt" diesmal also der Kinderklassiker aus Italien. Die Abenteuer des Pinocchio, der durch seinen Ungehorsam in große Schwierigkeiten kommt, ehe er sich endgültig von der Holzpuppe zum Kind verwandelt.

Schon im Sommer fiel die Entscheidung für diesen Stoff. Nicht jedes Märchen ist geeignet. "Wir brauchen viele Rollen", sagt Christine Graupner. Die Vorsitzende der Abteilung umreißt damit auch, worum es bei diesem Projekt geht: nicht um Höchstleistungen und Präzision, sondern um Motivation für alle Eisläuferinnen im Verein. 37 Mädchen, von der Dreijährigen, die erst seit wenigen Monaten auf dem Eis steht, bis zur 17-Jährigen, die seit vielen Jahren auf Turnieren unterwegs ist, sollen vor großem Publikum mitmachen können.

Die fünfjährige Veronika ist zum ersten Mal dabei. Eine Puppe wird sie spielen und freut sich schon drauf. "Das ist einfach eine schöne Abwechslung zu Training und Prüfungen. Das macht Spaß", sagt die 14-jährige Hannah Graupner, die die Nachtfee tanzt.

Und wie die Mitwirkenden, so haben auch die Zuschauer ihre Freude daran. Niemand erwartet eine professionelle Eisrevue. "Die Gruppentänze mit den Kleinsten kommen immer besonders gut an", erzählt Christine Graupner. Auch deshalb, weil natürlich jedes Jahr mindestens eine hinfällt und mit dem größten Applaus aufgemuntert wird.

Kleine Pannen wie diese machen den Charme der Veranstaltung aus. Größere Pannen blieben bislang aus. Doch zittern müssen Graupner, König und Co. immer wieder. Diesmal sind zur Generalprobe noch nicht alle Kostüme fertig.

Anna König hat trotzdem "ein gutes Gefühl" vor der Premiere. "Wie immer nach 15 Jahren", lacht die Trainerin. Bei ihr laufen die Fäden zusammen. Sie ist verantwortlich für die Choreografie und studiert das einstündige Programm mit den Läuferinnen ein.

Auch wenn der Spaß im Vordergrund steht, da gibt es eine Menge zu tun. Schließlich laufen die Proben neben der Vorbereitung auf Prüfungen und Wettbewerbe. In zwei Ferienwochen im Herbst und im Dezember drehte sich alles um "Pinocchio".

Sonntag, 17 Uhr: Premiere im Eisstadion

Nicht nur auf die Aktiven, auch auf Abteilungsleitung und viele Eltern kommt viel Arbeit zu. Ob es um die Auswahl und Suche der geeigneten Musikstücke geht, um den Bau der Kulissen oder darum Scheinwerfer und Beleuchtungstechnik zu besorgen und bei der Aufführung zu bedienen, ob die Kostüme selbst genäht oder bezahlt werden müssen. "Ohne diesen Einsatz geht es nicht", sagt Christine Graupner.

Der Applaus bei der Premiere entschädigt dann dafür. Am Sonntag, 24. Januar, um 17 Uhr ist es soweit. Eine zweite Aufführung ist am Samstag, 6. Februar, ebenfalls um 17 Uhr im Eisstadion angesetzt. Die Eisläufer hoffen, dass ähnlich viele Zuschauer wie in den Vorjahren kommen, als weit über tausend Leute das Eismärchen sehen wollten.

Der Eintritt ist frei. Spenden kommen der Arbeit des Vereins zugute.

hg/Waldkraiburger Nachrichten

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