Neue Kreisstraße ist der größte Posten

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Aschau - Die Gemeinde bleibt weiterhin schuldenfrei. Und für Investitionen stehen - inklusive der Haushaltsausgabereste vom Vorjahr (5,3 Millionen Euro) - rund 8,5 Millionen Euro zur Verfügung.

"Es macht Spaß, in Aschau den Haushalt zu machen. Eine Kreditaufnahme ist nicht nötig. Das ist für mich etwas Neues." Die persönliche Vorbemerkung des neuen Geschäftsstellenleiters Johann Krämer zur Aufstellung des Etats für das Jahr 2011 spricht Bände. Aschaus Sorgen hätten andere gerne. Die Gemeinde bleibt weiterhin schuldenfrei. Und für Investitionen stehen - inklusive der Haushaltsausgabereste vom Vorjahr (5,3 Millionen Euro) - rund 8,5 Millionen Euro zur Verfügung.

Das Gesamtvolumen des Haushalts, der im Gemeinderat einstimmig beschlossen wurde, beträgt 8,756 Millionen Euro (5,338 Millionen Verwaltungshaushalt/3,418 Millionen Vermögenshaushalt). Das liegt deutlich unter dem Wert des Vorjahres (12,245 Millionen). Zurückzuführen ist diese Verminderung insbesondere auf die Kreisumlage (1,12 Millionen), die 2010 um rund 1,65 Millionen Euro höher war als im laufenden Jahr, und auf die hohen Ansätze im Hauhaltsjahr 2010 für große Projekte wie den Neubau des Hochbehälters oder die Erschließung des Baugebiets "Sonnenfeld".

Aufgrund des Einbruchs der Gewerbesteuer im Jahr 2009 (auf 375.000 Euro) erhält die Gemeinde erstmals nach langer Zeit wieder staatliche Schlüsselzuweisungen (89.000). Vermutlich bleibt es bis auf Weiteres bei dieser Ausnahme. Denn die Steuereinnahmen haben wieder angezogen. 1,3 Millionen Euro Gewerbesteuer werden laut Plan in diesem Jahr erwartet. Dies sei "eine vorsichtige Schätzung", so Krämer. Denn das Ergebnis von 2010 hat mit 1,7 Millionen Euro den Ansatz von einer Million Euro recht deutlich übertroffen.

So wie die Verwaltungs- und Betriebsausgaben (2,25 Millionen) steigen auch die Personalausgaben laut Plan gegenüber dem Vorjahr aufgrund von Lohnerhöhungen, veränderten Eingruppierungen und der Übernahme von Auszubildenden von 982.000 auf 1,114 Millionen Euro an. Mit einem Anteil der Personalkosten an den Gesamtausgaben des Verwaltungshaushalts von 21 Prozent liege die Gemeinde aber immer noch deutlich unter dem Landesdurchschnitt (27 Prozent).

Zur Finanzierung der geplanten Maßnahmen wird die allgemeine Rücklage voraussichtlich bis 2012 weiter sinken, danach wären aber wieder Zuführungen in die Rücklage möglich. Aschau bleibt schuldenfrei. Auch die bei der Haushaltsaufstellung 2010 befürchtete Kreditaufnahme im Jahr 2011 wird nicht notwendig sein, weil die Baugrundstücke im Baugebiet "Sonnenfeld" überraschend schnell verkauft werden konnten.

Der größte Posten im Vermögenshaushalt ist der Zuschuss für den Neubau der Kreisstraße MÜ 25 neu mit 1,2 Millionen Euro (im Finanzplan stehen dafür 2012 noch einmal 700.000 Euro). Mit 830.000 Euro ist die Errichtung der Kinderkrippe eingestellt. 100.000 Euro sind für die Sanierung des Kindergartens angesetzt (2012 noch einmal 300000 Euro). 400.000 Euro sind für den Grunderwerb von Bauland veranschlagt, je 50.000 Euro für den Bau eines Geh- und Radweges entlang der Hauptstraße und die Kesselerweiterung der Hackschnitzelanlage.

In der weiteren Finanzplanung bis 2014 sind darüber hinaus als größere Posten der Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße Fraham-Urfahrn (600.000) und die Erschließung von neuen Baugebieten (900.000) vorgesehen.

hg/Neumarkter Anzeiger

Rubriklistenbild: © dpa

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