Millionen-Auftrag für die Nitrochemie

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Ein Großauftrag über rund 200 Millionen Euro im kommenden Jahrzehnt bringt der Nitrochemie am Standort Aschau nach Unternehmensangaben jährlich etwa zwölf bis 15 Millionen Euro. Das entspricht etwa einem Drittel des Jahresumsatzes des Werks.

Aschau - Von einem 200-Millionen-Euro-Großauftrag der britischen Streitkräfte für die Rheinmetall Nitrochemie profitiert der Standort Aschau in erheblichem Umfang. Der Auftrag, der sich auf einen Zeitraum von zehn Jahren bezieht, bringt jährlich zwölf bis 15 Millionen Euro und deckt damit ein Drittel des Umsatzes des Werks in Aschau-Werk.

Die Rheinmetall Nitrochemie, ein Unternehmen des Düsseldorfer Rheinmetall Konzerns, ist mit der exklusiven Versorgung der britischen Streitkräfte mit Antriebssystemen und Pulver beauftragt worden. Dies teilt das Unternehmen mit. Mit diesem Auftrag positioniere sich Rheinmetall Nitrochemie "an der europäischen Spitze in der Produktion von militärischen Antrieben und Pulvern", heißt es weiter in einer Pressemitteilung aus der Konzern-Zentrale. Der Rüstungsauftrag umfasst eine Summe von rund 200 Millionen Euro, die sich auf einen Zeitraum von zehn Jahren verteilt.

Die Rheinmetall Nitrochemie entwickelt und produziert an ihren Standorten in Aschau und im schweizerischen Wimmis Antriebe beziehungsweise Treibladungen für den wehrtechnischen und zivilen Bedarf. Bei dem aktuellen Großauftrag ist die Nitrochemie Auftragnehmer des Unternehmens BAE Systems, dem führenden Munitionslieferanten der britischen Streitkräfte. Nitrochemie und BAE Systems kooperieren bereits seit acht Jahren.

Arbeitsplätze im militärischen Bereich "langfristig gesichert"

In Aschau und Wimmis werden für den britischen Wehrtechnik-Konzern Munitionsantriebe für die Infanterie, für Panzer, für die Artellerie sowie für die Marine hergestellt.

Wie ein Unternehmenssprecher mitteilt, macht das Auftragsvolumen für den Aschauer Standort rund zwölf bis 15 Millionen Euro jährlich aus. Dies entspricht bei einem Jahresumsatz von etwa 40 bis 45 Millionen Euro etwa einem Drittel der Auslastung. Der Auftrag werde die Arbeitsplätze der rund hundert Beschäftigten im militärischen Geschäftsbereich langfristig sichern. Insgesamt sind in Aschau-Werk derzeit 400 Mitarbeiter beschäftigt.

Der Jahresumsatz der beiden Standorte der Rheinmetall Nitrochemie liegt bei etwa hundert Millionen Euro.

Bei der Rheinmetall Defence Gruppe, zu der die Nitrochemie gehört, arbeiten etwa 9000 Beschäftigte. Die Gruppe kommt auf einen Jahresumsatz von rund 1,9 Milliarden Euro.

hg/Mühldorfer Anzeiger

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