Kinder in Wuhan unterrichtet

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Kultureller Austausch und internationale Freiwilligenarbeit sind das Ziel der Aktionen des Deutsch-französischen Jugendwerkes. Die Waldkraiburgerin Saskia Michalkiewicz nahm an einer Begegnung in Peking und Wuhan teil.

Waldkraiburg - Die Waldkraiburgerin Saskia Michalkiewicz nahm an einer deutsch-französisch-chinesischen Jugendbegegnung in Peking und Wuhan in China teil.

Die chinesische Mauer, das Vogelnest und die verbotene Stadt in Peking sowie der Gelbe Kranich-Turm in Wuhan – was man nicht alles zu sehen bekommt, wenn man sich in einer Jugendbewegung und der Freiwilligenarbeit engagiert. Die Waldkraiburgerin Saskia Michalkiewicz nahm in China an einer trinationalen Jugendbegegnung teil.

Saskia Michalkiewicz besichtigte auch das berühmte "Vogelnest" in Peking.

Saskia Michalkiewicz ist 22 und studiert in Eichstätt im sechsten Semester Europastudien (Sprache, Literatur und Kultur). Sie nahm im April an einer deutsch-französisch-chinesischen Jugendbegegnung in Peking und Wuhan teil, organisiert vom Deutsch-französischen Jugendwerk (DFJW) mit Sitz in Berlin.

Thema war "Freiwilliges und ehrenamtliche Engagement von Jugendlichen in Deutschland, Frankreich und China", berichtet die junge Frau. Diese Aktion findet seit den Olympischen Sommerspielen 2008 in Peking statt.

Rund 50 Teilnehmer zwischen 18 und 26 Jahren waren dabei. Sie alle hatten bereits Erfahrungen im ehrenamtlichen Bereich gesammelt, sei es im Rahmen des FSJ, des europäischen Freiwilligendienstes, in der Organisation von Kinder- und Jugendfreizeiten oder bei Sportveranstaltungen.

"Das Ziel der Begegnung ist der kulturelle Austausch und das Kennenlernen von fremden Kulturen, besonders im Bereich der Freiwilligenarbeit", so die Waldkraiburgerin.

Das Programm beinhaltet sowohl offizielle Termine und thamtische Vorträge, als auch Sightseeing und die Teilnehmer hatten die Möglichkeit selbst als freiwillige Helfer aktiv zu werden. Bei offiziellen Anlässen wird in alle drei Sprachen gedolmetscht, die jungen Leute untereinander verständigten sich hauptsächlich auf Englisch.

In einer Blindenschule in Wuhan wurde die Theorie in die Praxis umgesetzt. "Dort verbrachten wir Zeit mit den blinden Kindern, spielten, malten, sangen mit ihnen und den chinesischen Freiwilligen", erzählt die 22-Jährige. Nach kurzer Zeit hätten die Kinder, die vorher nie Ausländern begegnet waren, ihre Scheu abgelegt.

Nach dem Besuch der Freiwilligen aus Deutschland, Frankreich und China sagte die Regierung finanzielle Unterstützung zu, damit die Grundschule neue Möbel anschaffen kann.

In Wuhan besuchte die Gruppe auch eine Grundschule für Kinder mit Migrationshintergrund. Da die Eltern berufsbedingt oft umziehen müssen, hat ihr Nachwuchs oft nur geringe Chancen auf eine gute Schulbildung. Die Dongcheng Primary School sei zudem sehr arm. In Gruppen eingeteilt unterrichteten die jungen Leute aus Deutschland, Frankreich und China die Kleinen in Kunst, Sport, Musik und Englisch.

"In meiner Kunstklasse saßen knapp 60 Schüler. Die Einrichtung war alt und recht dürftig." Die Kinder seien trotzdem mit Disziplin und Begeisterung dabei gewesen. Am Ende konnten sie den Osterhasen und das "Haus vom Nikolaus malen".

Einen Tag habe eine regionale Zeitung einen Bericht über den Besuch der Jugendbewegung veröffentlicht. Die Regierung sagte zu, die Schule mit 40.000 Yuan (eta 4000 Euro) in der Anschaffung neuer Möbel zu unterstützen.

Das Fazit der jungen Studentin: Die Motivation für ehrenamtliches Engagement war bei allen drei Nationen die gleiche. Durch die Begegnung, die eine Bereicherung gewesen sei, habe man viele Freundschaften geknüpft.

Infos über das Deutsch-französische Jugendwerk gibt es unter www.dfjw.org.

re/Waldkraiburger Nachrichten

Zurück zur Übersicht: Region Waldkraiburg

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser