Linke fordern SPD-Stadträte zum Rücktritt auf

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Waldkraiburg - Im Streit um den verkaufsoffenen Sonntag am 1. Mai meldet sich jetzt auch die Partei "Die Linke" zu Wort.

In einem Protestbrief, der nach Angaben der Partei Die Linke einstimmmig in einer mitgliederoffenen Vorstandssitzung in Waldkraiburg beschlossen wurde, fordert der Kreisverband Altötting-Mühldorf die Gewerkschafter in den Reihen der SPD-Stadtratsfraktion zum Rücktritt auf.

Gewerkschafter kritisiert

Begründet wird die Forderung damit, dass der Waldkraiburger Stadtrat mit den Stimmen der SPD-Fraktion im vergangenen Jahr einstimmig beschlossen hatte, den Tag der Arbeit am 1. Mai als verkaufsoffenen Sonntag zuzulassen. Kritisiert werden insbesondere die Gewerkschaftsmitglieder und -funktionäre in der Fraktion. Unter ihnen ist der SPD-Unterbezirksvorsitzende Richard Fischer, der hauptamtlich bei der IG Bau arbeitet, und der Dritte Bürgermeister Reinhard Babiak von der IG Metall, der viele Jahre lang als Betriebsratsvorsitzender aktiv war.

Nach dem Beschluss hatten die SPD-Gewerkschafter im Stadtrat allerdings versucht, eine Verlegung des verkaufsoffenen Sonntags zu erreichen (wir berichteten).

Der Feiertag sei mit "Blut und Tränen der Urgroßväter und Mütter gegen den erbitterten Widerstand des Kapitals" erkämpft worden, heißt es wörtlich in der Protestnote. Und weiter: Ihre Ämter hätten die Stadträte durch das Vertrauen erlangt, das sie durch "gute Arbeit als Betriebsräte und Gewerkschafter erworben und nun verloren haben". Deshalb sollten sie zurücktreten, so die "Linke"-Vorstandschaft um Helmut Wagner.

hg/Waldkraiburger Nachrichten

Rubriklistenbild: © pa

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